#107 - Route 66 (Rousillon revisited)

Wein aus Frankreichs wildem Süden wieder frisch auf Lager! Von der Domaine Clot de Origine  besonders zu empfehlen ist der Trouble fait. Das Beste was einem Muskat a petite grain passieren kann, ist eine kurze Maischegärung. Skin on Skin. Let the fun beginn! Der Trouble fait ist ein enorm versatiler Partner, vor allem zu rohen Fischgerichten scheint er tonisch-aromatisch schön. Aber auch ohne alles entäuscht er nicht.

 

Von Wilfried "Wildfire" Walats La Nouvelle Donne gibt es wieder den fruchtig-straighten La Nouvelle vague,einen Carignan basierten avantgardistischen Rotwein; sowie die herausragenden Weißweine Neo Nervis (Macabeu) und Mustango (Grenache gris & blanc). Aus Banyuls kommen die Weine von Laurence Manya Krief und Ihrer Domaine Yoyo. Das sind Weine mit echter Patina - sie gehören mit zum Besten was Jahr für Jahr aus der Region kommt. Keine leicht verständlichen Tropfen, aber flüssige Landschaft und pure Emotion.

 

Der bescheidene Zenmeister des Grenache ist Jean Francois Nicq von seiner Domaine de Foulards rouges! Ein "Influencer" der besonderen Art, der bereits Eric Pfifferling lehrte Wein zu machen und im Prinzip der gesamten Riege des katalanischen Weines ein augenzwinkernder Sugar Daddy ist. Gebürtig aus Frankreichs hohem Norden übrigens.  Heute keltert er "einfache" Trinkweine - und das ist die Schwierigste aller Aufgaben.  Im Süden selten ereichte Frische und Präzision selbst in einem komplizierten Jahrgang wie 2018. Durch die Bank alles empfehlenswert in diesem Haus. Chapeau Jean Francois!

 

Zu guter letzt der aufsteigende Stern der Region. Das japanische Pärchen Rie & Hirofumi Shoji, die aus einem außergewöhnlichen, sehr hoch gelegenen Weingarten einen der elegantesten Grenache des Südens keltern. Die Domaine Pedres Blanques sollte von allen Weinliebhabern ganz genau betrachtet werden. Mit dem zweiten Jahrgang wird der Wein trotz wiedriger Umstände nochmals eleganter als das Erstlingswerk. Die Arbeit in den Weinbergen wird erst richtig in 3- 4 Jahren zu spüren sein. Ganz außergewöhnlicher Wein!

 

Untenstehend wieder zwei Pakete! Ein Kennenlernpakt und eine Vollaufladung. Natürlich können über den Link auch alle Weine einzeln bestellt werden.

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken!

 

Alex Zülch

 

 

Roussillon Kennenlernpaket

Ein 6er Paket mit je 1 Flasche:

 

1 x "2018er Akoibon" Domaine Yoyo
1 x "2017 Neo Nervis" Domaine la Nouvelle Donne
1 x "2018er Trouble fait" Clot de Origine
1 x "2017er Soif du Mal blanc" Clot de Origine
1 x "2017 Nouvelle Vague" Domaine la Nouvelle Donne
1 x "2018 OCTOBRE Domaine Les Foulards rouges

 

100,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

Roussillon Galore

Ein 12er Paket mit folgenden Weinen:

 

1 x "2018er Pedres Blanques Flasche" Domaine Pedres Blanques
1 x "2017 Mustango" Domaine La Nouvelle Donne

1 x "2017 Neo Nervis"  Domaine La Nouvelle Donne
1 x "2017 Nouvelle Vague"  Domaine La Nouvelle Donne

1 x "2018er Restake " Domaine Yoyo
1 x "2018er KM31" Domaine Yoyo

1 x "2018er Akoibon"  Domaine Yoyo

1 x "2017er Soif du Mal blanc" Domaine Les foulards rouges

1 x "2018er Grenache (NEU!)" Domaine Les foulards rouges

1 x "2018er Trouble fait" Domaine Les foulards rouges

1 x "2016er L'Original" Clot de Origine
1 x "2016er Soif de Plaisir" Clot de Origine

250,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#106 - More de Moor!

Die Weine der Domaine Alice & Olivier de Moor sind wieder auf Lager! Vorwegschicken darf ich, dass die Mengen sich mit dem Jahrgang 2018 entspannen werden und ich nach Jahren des Mangels auf gute Mengen zugreifen werden darf. Und jetzt noch mehr gute Neuigkeiten...

Mit dem Jahr 2017 konnten Alice & Olivier de Moor zwei 1er Cru Parzellen erstehen. Hinter der kleinen Ortschaft Chablis erheben sich die sieben weltberühmten Grand Cru Lagen. Im Westen schließt sich daran der nicht weniger bekannte Montee de Tonnere an; folgt man der Straße weiter in Richtung Fleys liegt zur Linke der Monte de Millieu - hier finden wir die erste der zwei neuen Parzellen. Auf Kimmeridge Kalkstein stehen die alten Chardonnay Reben in südöstlicher Richtung. Teile dieses unter Kennern sehr beliebten etwa 35ha umfassenden 1er Cru wiederstanden dem großen Frost von 1956, dem damals ein Großteil der Reben im Chablis zum Opfer fielen. Die Parzelle hier ist seit einigen Jahren biologisch bewirtschaftet und der Deal ist, das Alice und Olivier den Besitzern einen Teil der Trauben abtreten. Dies wird als Méteyage bezeichnet. Der Wein ist feinzieseliert, ausgeglichen und profund. Dank eines ständigen leichten Windes können die Trauben gerade zur Erntezeit perfekt ausreifen ohne einem hohen Krankheitsdruck ausgesetzt zu sein. Kristallklare Chablisexpression.

Etwas weiter im Norden, eigentlich direkt im Tal hinter Courgis nahe Poinchy gelegen, befindet sich die zweite Parzelle - der 1er Cru Vau de Vey! (Foto oben) Diesen Weingarten konnten Alice & Olivier de Moor komplett übernehmen und haben mit dem ersten Jahrgang angefangen die Reben auf biologischen Anbau umzustellen. Der Boden wird sicherlich Zeit brauchen, um in Balance zu kommen und den schönsten Ausdruck im Wein wiederzufinden. Trotzdem ist diese sehr steile Lage der absolute Stolz der beiden Ausnahmewinzer und wenn man die kargen Kimmeridgkalkböden empor kraxelt, kann man nachvollziehen warum. Die Reben werden von Olivier hier mit einem alten Raupenfahrzeug bearbeitet. Bei mir kam ein gewisses "Moselfeeling" auf. Der Wein zeigt sich mit eleganter Zurückhaltung und steinigem Schmelz. Fokussiert, dicht und lang am Gaumen.

 

Daneben kommt von den Vendageurs masque ein Riesling aus dem Elsaß, sozusagen ein Steinwurf vom Chablis entfernt. A un jet de Pierre - de Moor Style! Außerdem der Bourgogne blanc mit einem Anteil von Trauben aus dem Maconnais, wie im Jahrgang zuvor. Herausragender weißer Burgunder.

 

Dieses mal kein Paket. Die Weine können frei zusammengestellt werden und sind limitiert.

2017er Bourgogne blanc Vendageurs masque

weiss - 100% Chardonnay

 

Wie schon in 2016 stammt dieser Wein aus einer Parzelle nahe Auxerre, das gilt für 1/3 des Volumens. 2/3 stammen von einer ebenfalls biologisch arbeitenden Domaine im Maconnais.

 

Allergenhinweis: enthält Sulfite, Alkoholgehalt 12% vol

23,50 €

31,33 € / L
  • nur noch begrenzte Anzahl vorhanden
  • 1 bis 2 Tage1

2017er A un jet de pierre

weiss - 100% Riesling

 

Aus dem Elsass - Riesling im de Moor Style!

 

 

Allergenhinweis: enthält Sulfite, Alkoholgehalt 13% vol

24,50 €

32,67 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#105 - Springtime (NEUE WEINE!)

Endlich sind wieder neue Weine auf Lager gekommen und das nicht zu knapp.

 

Ich habe mich im Muscadet umgeschaut; der Region im Westen Frankreichs um die Stadt Nantes. Hier mündet die Loire in den Atlantik. Von Complementerre waren bereits einmal Weine im Angebot; ich bin sehr froh euch wieder etwas aus dieser Mikroproduktion anbieten zu können. Außerdem neu, die Weine von Vincent Caillé und seiner Domaine Faye d'Homme.

 

Wieder frisch auf Lager die genialen Trinkweine von Domaine La Grange aux belles, allen voran der La Chausse rouges! Domaine Bertin-Delatte mit dem L'Echalier und ihrem wunderschönen petillant naturel "Sautillant". Benoit Courault, vor allem in Magnum für Kenner und Liebhaber. Clement Barraut der Chenin Mönch aus Savenniers bereichert uns auch wieder mit seinen ganz eigenständigen Weinen von den sandigen Böden der gegenüberliegenden Loireseite. Weiter flussaufwärts, sind die lebensfrohen Weine von Herve Villemade wieder auf Lager. Man muss einmal einen Romorantin probieren - eine dieser raren Rebsorte, die die Vielseitigkeit des Weinbaus aufs Feinste wiedergeben. Einen kleinen Rest vom Rosé aus 2017 hat es auch noch; zeigt sich besser als die jungen Rosés die jetzt auf den Markt geschmissen werden, nach meinem dafürhalten. Von Noella Morantin gibt es neue Weine wie den roten Tango Atlantico oder ihren Aligote L'effet mer, eine Mikromenge Chez Charles konnte ich auch ergattern und natürlich ihren großen meditativen Sauvignon blanc "LBL". Auch in der Magnum!

 

Aus dem Beaujolais sind die Weine der Familie Descombes wieder auf Lager. Sowohl vom Großmeister Georges Descombes selbst, als auch von seinem Sohn Keke Descombes. Das sind wunderbar hedonistische Gamays die mit gehöriger Eleganz daherkommen. Guter Morgon! Aus dem Julienas von der exponierten Lage Vayolette kommt der "JU" von Fred Navennec. Eine Entdeckung.

 

Von der Rhone habe ich ganz tolle "Einsteiger" der Domaine Clos des Mourres ergattert. Die Weine Pompettes blanc, Pompettes rouges (Coup de Coeur mit der autochtonen Rebsorte Aubun!), sowie A Table (100% Syrah) und Novice (classic GSM blend - Grenache; Syrah, Mouvedre). Außergewöhnlich der neu Weißwein 665 jours aus Grenache, Clairette & Bourbolenc. Ein spektakulärer südfranzösischer Weißwein in limitiert Menge von nicht mal 1000 Flaschen.

 

Aus dem Languedoc konnte ich noch eine Restmenge des äußerst erfolgreichen Cypres de toi (so nah bei dir) von der Domaine Fond Cypres bekommen. Endlich auch wieder die Weine von Mas Coutelou (LA CLASSE), der mit seinem La Vigne Haute einen enormen Languedoc Syrah mit viel Nordrhoneblut presentiert. Der stille Yannick Pelletier keltert in 2016 wahrscheinlich seinen schönsten Jahrgang ever, pur und nahe an der Frucht, ohne auf matière verzichten zu müssen. Sein Einsteiger "L'Oiselet" ist ein Paradebeispiel für einen authentischen südfranzöischen Wein. Neu im Angebot auch sein Weißwein "Le Blanc" mit hohem Anteil der authochtonen Terret Traube.

 

Über die Spitzendomainen wie Antoine Sanzay, Alice et Olivier de Moor, Belluard oder Labet hinaus, biete ich euch eine herausragende Auswahl an hochwertig-handwerklichen, eigenständigen, ausdrucksstarken und lebendigen Weinen weit ab der konfektionierten Massenware. Ich hoffe ihr vertraut mir und kostet euch auch eine wenig durch diese Entdeckungen und Wiederentdeckungen!

 

In diesem Jahr haben mich nämlich häufig bereits die "Einstiegsqualitäten" begeistert, so das ich eine ganze Menge dieser tollen Tropfen anbieten kann. Im Laufe des Jahres werden weitere dieser Weine folgen und ich habe auch noch 2-3 "Überraschungen" in der Hinterhand... aber das braucht, wie guter Wein, vor allem eines... Zeit!

 

Für das Frühjahr habe ich unten stehend zwei Probierpakete geschnürt. Mit den Links im Text kommt ihr zu den Domaineseiten, wo ihr mehr Infos findet und euch die Weine auch individuell zusammenstellen könnt!

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken

 

Alexander Zülch

 

Springtime Sampler #1

Ein 6er Paket mit je 1 Flasche

 

2017er 68 ares Domaine ComplemenTerre  Muscadet

2018er Pompettes blanc Clos des Mourres  Rhone

2018er Pompettes rouges Clos des Mourres Rhone

2017er ROSÉ Herve Villemade Loire

2018er La Chaussee rouge La Grange aux belle Loire

2016er L'Oiselet Yannick Pelletier Languedoc

69,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

Spring Sampler #2

Ein 6er Paket mit je 1 Flasche

 

2017 Muscadet Sevre et Main "Mortier Gobin" ComplemenTerre Loire

2017 Le Pitrouillet Clement Barraut Loire

2017 665 jours Clos des Mourres Rhone

2016 Chiroubles Vieilles Vignes Georges Descombes Beaujolais

2017 La Vigne Haute Mas Coutelou Languedoc

2016 JU Frederic Navennec Beaujolais

115,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#104 - Fare un giro (Italia)

Einen Ausflug machen! Italienreise. Frühlingserwachen. Im Süden zeigt sich nach düsteren, kargen Tagen das erste Grün an den Reben. Zeit des Aufbruchs, der Hoffnung, des Neuanfangs... Vecchia valigia come va?!

In der Ferne glühen die Spitzen der schneebedeckten Alpen, während ich mich unter den Arkaden der Piazza Castello mit Espressi stärke. Eine ganz eigene Renaissance für die Papillen des im Alltag Frankreichreisenden. Gestern habe ich die Tenuta Grillo besucht. Guido Zampaglioni und seine Frau Igiea machen außergewöhnliche Weine in der Region Alto Monferrato im Piemont.

Von natürlich bewirtschafteten Weingärten auf steinig-sandigen Böden keltern sie Weine, die erst nach mehreren Jahren Flaschenreife in den Verkauf kommen. Es sind Weine die in der Zeit geboren werden, und die die Schattierungen der Reife in sich tragen. Weine die Patina wagen und nach außen tragen. Dabei sind sie direkter und ungestümer als so mancher konfektionierte Piemonteser. Darin liegt eine rare Schönheit und für mich zugleich ein Leitmotiv authentischer italienischer Weine.

 

Über enge, von Natursteinmauern gesäumte Wege knattert der Fiat Punto hinab ans Meer. Kleines Mittagsmahl mit frittierten Meeresfrüchten und einem exzellenten mazerierten Frizzante von der Tenuta Croci aus den Bergen des Hinterlandes. Hier mag man alt werden, fernab vom weltlichen Getümmel. Unter einem Strohdach in der Sonne sitzend das immer wechselnde Blau des Meeres beobachtend. Aber es geht weiter in Richtung Süden...

©Decanter                                                                                                                                                                                   ©Silvia Donati

In der Toskana ist es schwierig Weine zu finden die nicht von der Mode(rne) erfasst wurden. Massa Vecchia ist so ein Beispiel. Die Weine von Massa Vecchia sind direkt, unmittelbar und ehrlich, wie ein gutes bäuerliches Produkt. Gleichzeitig tragen sie eine Finesse, Eleganz und innere Balance in sich, die den Genuß nochmals steigern.

 

Ähnlich rar sind die Weine von Altura Vigneto die auf der kleinen Isola di Giglio entstehen. Ein Granitfelsen der sich zauberhaft vor der Küste im thyrrenischen Meer erhebt und wo es nach Salz und Wildkräutern riecht. Auch hier ist alles Handarbeit. Im Keller darf der Wein "werden" und von der urwüchsigen Umgebung und dem Jahr berichten in dem die Trauben gewachsen sind.

Über einen Abstecher in eine andere, ebenfalls von der Zeit vergessenen Region in Kampanien, der Alta Irpinia geht es weiter nach Sizilien - der Kornkammer Roms. Filippo Rizzo keltert hier auf seinem Weingut Lamoresca außerordentlich feine süditalienische Weine auf Basis der Frappato - Traube. Sein von mir sehr geschätzer Rosato wurde von einer Kundin neulich als Poulsard des Südens bezeichnet. Dem bleibt nichts hinzuzufügen...

Mit blassem Kaminrot im Gesicht sitze ich einige Tage später am Tisch von Angiolino Maule, dem Padrino des italienischen Naturweins, auf seinem Weingut La Biancara im Veneto. Wir reden über die Animierung des Bodenlebens, das Aufbrechen der Monokultur und dem Erreichen einer natürlichen Balance zwischen Pflanze und Boden. Wir unterhalten uns über die Sensibilität des Weinmachers, der sich jedes Jahr neu auf seine Arbeit einlassen soll und durch Erfahrung und Aufmerksamkeit lernt die richtigen Dinge zur richtigen Zeit zu tun.

Ich nippe genüsslich an meinem Glas mit dem frischen Wein der Garganega Traube. Die Lebendigkeit der Böden und die ursprüngliche Energie des Vulkangesteins spürt man bereits in Angiolino Maules Einstiegswein I masieri, der mich persönlich besonders begeistert. Ich packe mir vorsichtshalber einen Karton für die Rückreise ein, um "meinen Sonnenbrand zu kurieren".

 

Auch für euch habe ich zwei Kartons geschnürt. Zur liquiden Erbauung aus dem Land in dem die Zitronen blühen...

 

Carpe diem!

 

 

Alexander Zülch

Entdeckerpaket - Bella Italia

Ein 6er Entdeckerpaket mit folgenden Weinen:

 

2015 Campedello / Tenuta Croci / Emlia-Romagna

2017 Nerocapitano / Lamoresca / Sizilien

2015 Bianco Granselva / Il Cavalino / Veneto

2017 Masieri bianco / La Biancara / Veneto

2017 Aur-Oura / Rocco di Carpeneto / Alto Monferato

2011 Baccabianca / Tenuta Grillo / Pimont

 

89,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

Genießerpaket - La Grande Belleza

Ein 12er Genießerpaket mit folgenden Weinen:

 

2017 Rosato / Lamoresca / Sizilien

2017 Rosso / Lamoresca / Sizilien

2017 Sassaia / La Biancara / Veneto

2016 Steira / Rocco di Carpeneto / Alto Monferrato

2016 Rataraura / Rocco di Carpeneto / Alto Monferrato

2011 Baccabianco / Tenuta Grillo / Piemont

2005 Pratoasciutto / Tenuta Grillo / Piemont

2015 Monte Mattina / Il Tuffielo / Alta Irpinia

2016 Ariento / Massa Vecchia / Toscana

2016 Sangiovese / Massa Vecchia / Toscana

2016 Ansonaco / Altura Vigneto / Isola di Giglio

2015 Rosso Saverio / Altura Vigneto / Isola di Giglio

 

299,00 €

33,22 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#103 - Domaine Antoine Sanzay

EARL Antoine SANZAY 19 Rue des Roches Neuves 49400 VARRAINS

Mittlerweile ist Anton Sanzay auch bei uns in Deutschland kein Unbekannter mehr. Er präsentiert uns herausragende Weine aus der Region Saumur-Champigny an der majestätischen Loire. Einem der schönsten Flüsse Frankreichs. Extrem ausdifferenzierter Cabernet franc mit feinstem Tannin. Jedes einzelne seiner Terroirs bringt Weine mit unverwecheselbarem Charakter und eigenständiger Persönlichkeit hervor!

Der Saumur-Champigny "Domaine" ist schlicht DER Wein von Antoine Sanzay und einer der besten Einsteiger, um hochwertigen Cabernet franc kennenzulernen. Tiefes, dunkelbeeriges Bouquet mit frischem Antrunk und geschmeidigen Tanninen. Ehrlich auf die bestmögliche Weise!

 

Mein Lieblingswein seit Jahren ist der Saumur-Champigny "La Haye Dampierre" - ein feingliedriger, ätherischer Cabernet franc mit noblem Rebsortencharakter und blauen Blütennoten. Diesem Wein steht ein wenig Reife gut zu Gesicht und er will entdeckt und erobert werden.

 

Der Saumur-Champigny "Les Terres rouges" stammt von besonders eisenhaltigen Böden und ist ein expressiver, reifer und tiefer Charakter. Das Tannin hat einen enormen Grad an Finesse. Die Weine werden in großem Holz und vor allem in Betontanks ausgebaut. Daher spüren wir hier den puren Gerbstoff der Traubenhaut und der reifen Kerne, der sich über den Ausbau langsam harmonisieren und verfeinern konnte.

Der Les Salles Martin rouge ist der salzig-tonischste Cabernet franc aus der Linie. Sehr spannungsgeladen und kristallin, wie auch der herausragende Chenin blanc aus der gleichen Lage jährlich eindrucksvoll beweist. Der erhabene Les Poyeux aus dem Jahr 2016 steckt voller Konzentration. Das Extrajahr im kleinen Holzfass hat dieser  mächtige Wein gebraucht. Kraftvoll und ruhig gleitet er dahin. Ein Wein zum meditieren.

 

Ich habe die Weine von Antoine Sanzay bewußt in zwei Paketen zusammengefasst. Ich finde wirklich sie sind es wert gemeinsam entdeckt zu werden! Dabei kann man sie sowohl im Vergleich, aber sollte sie unbedingt auch einzeln für sich verkosten.

 

Auf diese Weise erschließt sich die Vielfalt der faszinierenden Rebsorte Cabernet franc und das Talent und Feingspür dieses Ausnahmewinzers.

 

Ich wünsche viel Spaß und freue mich auf  euer Feedback!

 

Mit genußvollen Grüßen

 

Alexander Zülch

Entdeckerpaket Domaine Antoine Sanzay

Ein 3er Entdeckerpaket mit folgenden Weinen:

 

2017er Saumur Champigny "Domaine"

2017er Saumur Champigny "La Haye Dampierre"

2017er Saumur Champigny "Les Salles Martin rouge" NEW(!)

 

69,50 €

30,88 € / L
  • leider ausverkauft

Genießerpaket Domaine Antoine Sanzay

Ein 6er Genießerpaket mit folgenden Weinen:

 

2 x 2017er Saumur Champigny "Domaine"

1 x 2017er Les Salles Martin blanc

1 x 2017er Saumur Champigny "La Haye Dampierre"

1 x 2017er Saumur Champigny "Les Terres Rouges"

1 x 2016er Saumur Champigny "Les Poyeux"

 

150,00 €

33,33 € / L
  • leider ausverkauft

#102 - Dry January

Zunächst ein frohes, erfolgreiches, aber vor allem gesundes Jahr 2019! Das Weinpaket "Dry January" beschäftigt sich mit trockenen Weißweinen.

 

Die Weine von Jean-Yves Peron aus dem Savoyen, sind nun endlich wieder auf Lager. Jean Yves keltert ausdruckstarken und eigenständigen Wein, der die ursprüngliche und wilde Energie seiner Herkunft präzise auf den Gaumen bringt.

 

Aus Jaquere, Altesse und Mondeuse kommen so taufrische Weine auf den Tisch. Niedrig im Alkohol, dafür aber voller Textur, Tiefe und Spannung. Außergewöhnliche Weinmomente!

2019 ist Stefan Vetter Jahr! Stefan entwickelt sich mit großen Schritten hin zu einem der spannendesten Weinbauern in Deutschland. Was er aus seinem Gambacher Kalbenstein meißelt und uns als Deklination des Sylvaner präsentiert ist einfach herausragend.

Stefan wagt es wirklich diese Rebsorte mit Ecken und Kanten auszubauen. Mineralisch getrieben stellen seine Weine die angestaubte, weichgespühlte Konkurrenz in den Schatten.

 

Schmeckt rein!

 

Alexander Zülch

 

P.S. LINKS zu den Weingüter im Text!

Weinpaket - Dry January

Eine Auswahl von 6 tonisch-trockenen Weißweinen die euch durch den Januar bringen:

 

2017 Kalk und Kiesel weiß - Claus Preisinger (Österreich)

2017 Cuvee weiß - Andreas Mann (Deutschland)

2016 Bianco Pri - Sauro Maule (Italien)

2016 Anjou "Fragil" - Domaine La Grange aux Belles (Frankreich - Loire)

2016 Entre chien et loups - Domaine Rietsch (Frankreich - Elsass)

2016 L'Hoptial - Domaine Buronfosse (Frankreich - Jura)

105,00 €

  • leider ausverkauft

Bubbledogs - keep howling!

AbC - ANYTHING but CHAMPAGNE!

 

Alle feinen & außergewöhnlichen Schaumweine aus meinem Angebot in einem perlenden Paket - Bubbles against troubles!

 

2013 XTRAVAGANZA - Claus Preisinger (Champagne oder Burgenland???)

2015 Perles du Mont Blanc - Belluard (Savoyen)

2016 Cremant du Jura - Buronfosse

2016 Cremant d'Alsace - Rietsch

2016 Sautillant - Bertin Delatte (Anjou)

2017 Le ptit Gaule du Matin (Montlouis-sur-Loire)

 

250,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

AVANTGARDE CHAMPAGNER

Champagne Domaine Bourgeois-Diaz

 

Jerome Bourgeios-Diaz bewirtschaftet seine Reben in Crouttes sur Marnes biodynamisch und keltert kompromisslos hochwertig ausgebaute Brut Zero Champagner ohne Zusatzstoffe auf Pinot Meunier Basis. Absolutes Highlight!

 

3 C ist ein verdammt seriöser Einsteiger aus den drei Rebsorten (trois cepages = 3C) Pinot Meunier, Pinot Noir und Chardonnay. Brut zero. Für alle die Winzerchampagner sagen und es auch so meinen.

N steht für Blanc de Noir (60% Pinot Noir 40% Pinot Meunier)! Ein absoluter Speisebegleiter; sehr balanciert und weinig.

M ist eine reinsortiger Pinot Meunier und mein Favorit aus der Selektion. Hochfeine Nase, zarte Oxidation mit viel tonischer Steinigkeit und Biss. Druckvoller, langer Gaumen. Feine Perlage!

 

Eine wahre Entdeckung!

 

118,00 €

  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#100 - Autumn Drops

Der Herbst hält langsam Einzug! Nach der Sommerpause, in der ich keine Weine importiere, ist jetzt wieder einiges neu auf Lager. So z.B. die herausragenden Beaujolais von Keke Descombes, dem Sohn von Großmeister Georges Descombes, der seinem Vater in nichts nachsteht. Mein Winzer des Monats!

 

Ihr findet Kekes Weine zusammen im Karton mit meinen roten Herbstweinen. Dem wildfruchtigen Syrah A Table! ("Zu Tische!") von Clos des Mourres an der Rhone; Cypres de toi eine hedonistische südfranzösische Cuvee aus Grenache & Carignan von Domaine Fond Cyprés ( der reinsortige Carignan und besonders Syrah sind übrigens herausragend!) und dem zarten Zeus Gone Wild, einem Grenache von der Ardeche der von der Domaine Marnes Blanches nach ihrer Facon im Jura vergoren und ausgebaut wurde. Mega juice!

 

Frantz Saumon bringt uns seine fantastischen petillant naturel aus Montlouis sur Loire. Seriöse high-end petnats. Feinperlend und weinig. Zusammen im Karton mit dem Kalkspitz von Christoph Hoch aus Österreich, ein weiterer meiner Lieblingspet-nats. Außerdem fizzy botanicals von Julie Ann Hoch, eine spannende Entdeckung!

 

In Deutschland bewegt sich was in Sachen lebendiger Weine. Die Brand Brothers aus Bockenheim sind "on fire" und eine definitive Empfehlung. Gerade die "kleinen" Weine finde ich spannend. So trinken sich Wilder Satz und Wildrosé extrem belebend und frisch-fruchtig. Als 6er Entdeckerpaket nur einen klick entfernt.

 

Einige Kellerfunde zu reduzierten Preisen findet ihr HIER

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken

 

Alexander Zülch

Domaine Antoine Sanzay (Saumur / Loire)

 

Antoine Sanzay arbeitet mehr und mehr seine spannenden Terroirs heraus! Die Domaine umfasst immerhin etwas mehr als 10ha und der größte Teil wurde bisher unter dem Saumur-Champigny „Domaine“ verkauft. Bei meinem Besuch zur Ernte 2017 wirkte Antoine Sanzay wieder äußerst entspannt. Perfekte Traubenqualitäten mit optimaler Reife dank einer stabilen Wetterlage.

Wir liessen uns die Chance nicht nehmen, durch die gesamte 2016er Range zu kosten. Um die Ernte zeigen die Weine des Vorjahres sich häufig sehr schön - man kann sozusagen ein Blick in die Zukunft werfen. Die Nachverkostung im Januar bestätigten meinen Eindruck. Antoine entwickelt sich Jahr für Jahr nach vorne, mit Bedacht und Gespür werden seine Weine immer ausdifferenzierter. Einfach großartige Arbeit!

 

In 2016 gibt es mit dem Terres rouges einen neuen Wein im Sortiment. Dieser stammt von eisenhaltigen Böden aus einer besonders exponierten Parzelle. Der Wein ist reif, dicht und dennoch feinziseliert und lang. Der La Haye Dampierre ein ätherischer, sehr finessereicher Wein mit noblem Ausdruck der Rebsorte – mein persönlicher Favorit. Der „einfache“ Saumur Champigny ist schlichtweg der beste Cabernet franc Einstiegswein!

Domaine Bourgeois-Diaz (Crouttes sur Marnes / Champagne)

 

Ich bin sehr froh mit der Domaine Bourgeois-Diaz meinen ersten Champagner im Vins Vivants Sortiment vorstellen zu können. Seit 2001 hat Jerome Bourgeois die elterliche Domaine übernommen und nach wenigen Jahren biologisch und gleichzeitig direkt biodynamisch konvertiert. Der etwas versteckte Ort Crouttes sur Marne, der mehr ein hübscher Vorort von Paris zu sein scheint, ist manchem vielleicht durch Francoise Bedel und ihre Domaine geläufig. Einer Vorreiterin im biodynamischen Anbau in der Champagne.

Die etwa 8ha Weingärten liegen um die Ortschaft verteilt auf mehreren Parzellen. Die Terroirs hier sind lehmig- sandige und kalkreiche Böden. Die Pflanzdichte beträgt 10.000 Stöcke pro Hektar und neben einer Mehrheit von Pinot Meunier hat es Pinot Noir und Chardonnay. Jerome Bourgeois keltert seine Trauben in einer alten, besonders schonenden Coqard Kelter die Anfang der Achtziger Jahre restauriert wurde.

Der Ausbau findet in unterschiedlichsten Gebinden statt. Von Inox, über große und kleine Holzfässer, ovale Zementtanks (stehend und liegend) bis hin zur Steinware. Es entstehen hochfeine und eleganter Champagner mit erstaunlichem Druck und mineralischer Tiefe.

 

Zu den Weinen:

3 C ist ein verdammt seriöser Einsteiger aus den drei Rebsorten (trois cepages = 3C) Pinot Meunier, Pinot Noir und Chardonnay. Brut zero. Für alle die Winzerchampagner sagen und es auch so meinen.

N steht für Blanc de Noir (60% Pinot Noir 40% Pinot Meunier)! Ein absoluter Speisebegleiter; sehr balanciert und weinig.

M ist eine reinsortiger Pinot Meunier und mein Favorit aus der Selektion. Hochfeine Nase, zarte Oxidation mit viel tonischer Steinigkeit und Biss. Druckvoller, langer Gaumen. Feine Perlage!

Eine wahre Entdeckung!

#98 - Frühlingsboten

Die Durststrecke ist nun endlich überwunden! Eine ganze Reihe neuer Weine sind frisch auf Lager. Von Dominique Belluard aus den Bergen im Savoyen haben wir die außergewöhnlichen Schaumweine aus der raren Rebsorte Gringet erhalten. Der Perles du Mont Blanc ist ein eigenständiger und hochfeiner Schaumwein und einer meiner absoluten Langzeitfavoriten - wer ihn bereits kennt, weiß warum! Der Mont-Blanc mit dreijährigem Hefelager ein eleganter Terroirschaumwein mit unglaublicher Eleganz und glazialer Frische.

Von der Domaine de la Cadette bekommen wir den Bourgogne Vezelay "Les Angelots" - ein absoluter Preis/Genuß Knaller aus dem Burgund. Die Wetterkapriolen haben auch Valentin Montanet nicht verschont und so drehte er das Negative ins Positive und erfüllte sich seinen lange gehegten Wunsch, Gamay aus dem Beaujolais zu vinifizieren. Die Ergebnisse kann man hier probieren. (siehe Bild)

 

Der Julienas ist ein feinfruchtiger und zarter Rotwein, sehr charamant und schon jung gut zugänglich. Der Chenas hat mehr Kraft und Konzentration, ein Langstreckenläufer. Daneben gibt es eine kleine Menge vom Pinot Noir der Domaine - dem Champs Cadette!

 

Von Domaine Alice & Olivier deMoor aus dem Burgund hat es noch wenige Flaschen des Bourgogne blanc sowie des hervorragenden D'une si belle compagnie meridional... von einer Balade aus Südfrankreich mitgebracht. Hier heißt es schnell sein.

 

Im Bereich des gehobenen Alltagsweines kommen die freudigen und bekömmlichen Tropfen von La Grange aux Belles gerade mehr als gelegen. Unverfälschte, natürliche Frucht mit viel Frische und Transparenz. Genau das richtige fürs erste Picknick oder den Grillabend.

Chaussee rouges als wildfruchtiger Glou-glou Wein, der dunkelfruchtige und seriösere "53" (neu im Sortiment!) von einem alten Cabernet franc Weingarten, sowie der charamant-würzige Brise d'Aunis aus der unbekannten Rebsorte Pineau d'Aunis. Ein Alltime Favorite! Bei den Weißweinen brilliert der leicht hefetrübe Les Moyens du Bord mit tonischer Frischer und floraler Frucht. Der Fragile ist ein ernsthafterer Wein und ein super Einstieg in die Chenin blanc Welt.

 

Einer der ganz großen Chenin blancs dieser Welt kommt von einer kleinen, unbekannten Parzelle namens L'Echalier! Ohne großes TamTam mit zenartiger Ruhe von Genevieve und Nicolas Bertin-Delatte bewirtschaftet und Jahr für Jahr in Topform auf die Flasche gebracht. Zwei, die ihre Berufung gefunden haben und dieser unbeirrt folgen.

 

Der Jahrgang 2014, der komplett ohne Schwefel ausgebaut wurde, hat ein wenig Zeit auf der Flasche gebraucht um sich zu finden. Er kostet sich jetzt absolut genial, direkt und unverstellt. Der Jahrgang 2015 ist mit der außgeglichenste der letzten Jahre - hier ist alles aus einem Guß. Großes Chenin blanc Kino! Daneben der rare Vingt-Neuf aus einem Weingarten im gemischten Satz aus 1929 - in diesem Jahr halbtrocken. Der Sautillant ein ebenso rarer petillant naturel, der mit zu den besten der Region gezählt werden darf.

Mit den Links kommt ihr zu den einzelnen Domaine und könnt euch die Weine nach Wunsch zusammenstellen. Untenstehend habe ich zwei Frühlingspakete geschnürt. Der Genuß liegt nur einen Klick entfernt!

 

Frühlingshafte Grüße

 

Alexander Zülch

#97 La grande bellezza (Toskana!)

In diesem Newsletter biete ich euch zwei rare Entdeckungen aus der Toskana an. Erfahrt mehr zu Altura Vigneto  von der kleinen Insel Isola del Giglio und freut euch auf die raren Preziosen von Massa Vecchia. Für mehr Informationen, einfach auf die Links klicken!

 

Außerdem habe ich nochmals eine Auswahl (auch älterer Jahrgänge) der fantastischen Weine von Ewald Tscheppes Werlitschhof aufgeladen. HIER

 

Ein limitiertes Angebot zum Italia Galorepacket liegt nur einen Klick entfernt!

 

Viel Spaß beim entdecken und erschmecken.

 

Alexander Zülch

16/12/2017

#95 - Xmas (letzte Füllung)

Das Jahr neigt sich mit großen Schritten dem Ende zu! Zeit für den letzten Newsletter, die letzten Weihnachtseinkäufe und dann einen Moment der Ruhe und (Be)Sinnlichkeit! Dafür habe ich die passenden Weine zusammengestellt. Hilft natürlich auch bei nervigen Verwandten ;-)

 

Eine kleine Auswahl besonderer Produkte wie den Rousillon - Wildhoney von Alaine Bozier, den Banyuls - Essig von La Guinelle, das herausragende Olivenöl von Filippo Rizzo aus Sizilien oder der pure Risottoreis Terremano von Igiea Adami. Eine Bereicherung der feinen  Küche!

 

Wer Weihnacht sagt, muss auch Silvester sagen... ein paar sprudelnde Empfehlungen für den Jahreswechsel lege ich auch noch oben drauf! Seriöse Schaumweine abseits des schnöden Champagner und fun bubbles, wenn wir uns mal nicht so ernst nehmen.

 

In diesem Sinne... Lampen an!

 

Alexander Zülch

10/12/2017

#94 - Jura

Endlich mal wieder ein bisschen Jura! Diese kleine Region, versteckt in den Voralpen im Osten Frankreichs, ist zu "dem" Hotspot für interessierte Weinliebhaber geworden. Nicht nur finden wir hier eine ganze Bandbreite an unterschiedlichen Stilen, wir finden auch herausragende Qualitäten auf hohem Niveau. Der einzige Wermutstropfen in letzter Zeit sind die geringen Erträge, ergo wenig Wein. Auch wenn ich durch langjährige Kontakte gute Mengen auch rarer Tropfen nach Deutschland holen kann hat es Grenzen. Ganz Besonders bei bekannten Weingütern kann ich bei weitem nicht die Nachfrage befriedigen. Auf der anderen Seite biete ich unbekanntere oder jüngere Domainen an, die absolut fantastische Arbeit leisten, aber noch ein wenig im Schatten der Granden stehen.

 

In diesem Jahr ganz besonders begeistert bin ich von der Arbeit von Geraud Fromont und seiner Domaine des Marnes Blanches. Hier sind wirklich alle Weine auf fantastischem Niveau, präzise gearbeitet und ausdruckstark. Geraud spielt die Styles gekonnt, vom Schaumwein, über Rot- und besonders Weißwein bis hin zu den oxidativen (non ouillé) Präziosen. Seine Weine sind lagentypisch ausgebaut und zeigen alle individuellen Charakter. Das die Weine ohne jegliche Zusatzstoffe ausgebaut sind wird hier zur Nebensache - und das taugt mir. Das Handwerk ist nur insofern spürbar, als die Aromen sich pur und finessenreich präsentieren. Darüber hinaus ist viel Raum für die Magie des Terroir. Besondere Empfehlung!

 

Ebenfalls empfehlenswert (wie jedes Jahr) die Weine von Peggy und Jean Pascale Buronfosse. Auf ihrer kleinen Domaine Buronfosse entstehen wahrlich wunderbare Juraweine. Hier finde ich die Symbiose zwischen Weinen die zwar "ouille" ausgebaut sind, aber dennoch den Fingerabdruck des Jura, den Hauch an Oxidation zeigen absolut genial. Die Weine werden immer über zwei Winter ausgebaut und können so diese animierende Salzigkeit entwickeln. Besonders der Les Ammonites schlägt exemplarisch in diese Kerbe!

 

Rar wird es, wenn wir über die Domaine Labet reden. Hier kann ich wirklich nur Mikromengen anbieten. Bitte einfach auf die Domainenseite gehen, schnell und respektvoll den anderen Liebhabern gegenüber sein. Ich habe von den Labets auch eine kleine Menge Macvin importiert. Das ist eine Mischung aus 2/3 Traubensaft und 1/3 Traubenbrand, der bei den Labets komplett aus der eigenen Produktion stammt und ein sehr feines Beispiel dieses typischen Jura Aperitifs darstellt. Die Flasche hält sich, einmal geöffnet, dann auch mehrere Wochen. Zum entdecken!

Ein kleines Wort möchte ich noch über den 2015er Jahrgang verlieren! Die Alkoholgradationen sind höher als in "normalen" Jahren - dies führte zur Kritik ob schwerer Weine, wenig Säure, Haltbarkeit etc. seitens einiger Stimmungsmacher. Für meine Weingüter kann ich sagen - der Jahrgang 2015 zeigte sich schon von Beginn an sehr offen und zugänglich, etwas das ich über viele Regionen hinweg beobachtet habe. Winzer, die ihren Ausbau etwas verlängert haben, wurden trotz erhöhter Alkoholgradationen mit sehr balancierten Weinen belohnt. Diese Weine werden gut und harmonisch reifen und haben eine bekömmliche Säure, die sie mit genügend Frische ausstattet.

 

Hier ein Jura Genießerpaket mit der ganzen Bandbreite der Aromen und Stilistiken! Jeder Wein kann auch einzeln über die LINKS zu den Domainen bestellt werden. Dies gilt neben Domaine Labet, Domaine des Marnes Blanches oder Domaine Buronfosse auch für die Weingüter aus den letzten Newslettern. Antoine Sanzay, Nicolas Reau, Sylvie Augereau, Nicolas Carmarans und Vincent Marie...

 

Cheers

 

Alex

01/12/2017

#93 - Erster Schnee, Cabernet!

Die Rebsorte Cabernet franc erlebt in den letzten Jahren ein Revival. Zurecht! Denn gut gearbeitet, entstehen aus ihr herausragende Weine. So zum Beispiel in der kleinen Siedlung Varrains im Süden von Saumur. Hier keltert Antoine Sanzay auf der gleichnamigen Domaine Antoine Sanzay hochelegante, tiefe und samtige Rotweine auf purer Frucht. Die Qualität der Gerbstoffe seiner Weine ist wirklich herausragend. Die Erfahrung lehrt ihn den idealen Erntezeitpunkt zu treffen und er bleibt über die Lese in einer entspannten Aufmerksamkeit.

 

So auch bei meinem letzten Besuch im September, wo gerade die Frucht der berühmten Lage "Les Poyeux" eingefahren und umgehend verarbeitet wurde. Auch Antoine haben in den letzen Jahrgängen die Wetterkapriolen einiges an Erntemenge gekostet, ich bin daher froh hier den neuen Jahrgang des Poyeux aus 2015 anbieten zu können. Der Poyeux darf immer über zwei Winter in den Tuffsteinkellern unter dem Haus in Barriques reifen. Außerdem konnte ich noch eine kleine Restmenge vom "Domainenwein" Saumur-Champigny erstehen. Ich bin immer wieder fasziniert, ob der hohen Qualität dieses "Einsteigers" . Im Frühling 2018 kommen weitere Weine dieses Ausnahmewinzers!

Ein weiterer Winzer der eure Aufmerksamkeit verdient ist Nicolas Reau! Der ehemalige Bluespianist gehört seit 2002 zur ersten Welle der hochwertigen Naturweinproduzenten im Anjougebiet. Er bewirtschaftet etwa 6ha um die Ortschaft Saint Radegonde, unter anderem den historisch relevanten Clos des Treilles. Er kauft auch Frucht von befreundeten Winzern die mit der gleichen Philosophie und Präzision wie er im Weingarten arbeiten.

So konnte er in diesem Jahr wieder einen Chinon auf die Flasche bringen, den wir im Frühjahr bekommen werden. In Chinon hatte für Nicolas Reau damals alles begonnen und hier hat er sich schnell einen guten Namen gemacht, doch leider musste er den Weingarten wenig später wieder aufgeben und in Saint Radegonde von vorne anfangen. Wie bei seinem guten Freund Antoine Sanzay, wird auch hier die Frucht streng selektiert, entrappt und spontan vergoren. Der Ausbau findet in großen Holzfäßern statt. So können die Gerbstoffe sich mit geringer Sauerstoffzufuhr über lange Zeit verbinden und verfeinern.

 

Es entstehen präzise, reife und hochelegante Aromen und am Gaumen ein seidiges Mundgefühl nahe an der Frucht. Wie zum Beispiel der Pompois - ein reinsortiger Cabernet franc aus dem großen Holz. Selbstredend werden alle Weine ohne Schwefelzusatz ausgebaut, aber das nur nebenher.

Nicolas keltert auch einen wunderbaren Chenin blanc, den "Attention Chenin mechant" - feingliedriges Profil mit seidig-bissigem Gaumen. Und einen verführerischen Grolleau & Gamay blend - den "Poil de la bete". Hier entstehen einfach Spitzenqualitäten!

Oliver Cousin und Joker helfen bei der Bodenbearbeitung
Oliver Cousin und Joker helfen bei der Bodenbearbeitung

Neu ins Sortiment kommen die Weine von Sylvie Augereau. Sylvie ist die Veranstallterin der Dive Bouteille,der jährlich in Saumur stattfindenden vin naturel Messe. Ihr "Hobby" ist ein 1,4 ha großer Weingarten mit über 100 jährigen Cabernet franc und Chenin blanc, sowie alten Grolleau und Pineau d'Aunis Reben (50 jährig). Dieser trohnt malerisch über der Loire. Schon seit 15 Jahren hat Sylvie immer ein Auge auf diesen speziellen Weingarten geworfen und 2014 konnte Sie endlich  ihren Traum realisieren und ihn von seinem alten Besitzer abkaufen.

 

Pulpes ist ihr luxuriöser Chenin Blanc. Hier im Ort "Le Thoureil" bei der Abbaye de Saint-Maur wurde Chenin blanc in der Geschichte zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Les Manquants ist ihr Cabernet franc, der wie der Chenin blanc über 24 Monate im gebrauchten großen Holz ausgebaut wird. Rejouissance ist eine Cuvee aus Grolleau & Pineau d'Aunis - ein extrem animiernder wild-würzig zarter Rotwein den ihr lieben werdet!

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken!

 

Alexander Zülch

26/11/2017

#92 - Auvergne & Aveyron

Vincent Marie ist einer der jungen Stars unter den Weinmachern in Frankreich. Hinzu kommt das die Region Auvergne nach dem Jura und dem Savoyen zum neuen Jagdgebiet der internationalen natural crowd geworden ist. Nicht zu unrecht, denn das Terroir der Auvergne ist einzigartig. Vincent Marie bewirtschaftet seine 5ha Weingärten organisch und nach biodynamischen Prinzipien.

 

Die Biodynamik hat hier nichts von Religion, sondern ist tägliche Praxis. Der mineralische Fingerabdruck der Vulkanböden findet sich vibrierend in jedem einzelnen seiner lebendigen Weine.

 

Im Keller wird ohne jegliche Zusatzstoffe und ohne Schwefel gearbeitet. Das sind die wahren Naturweine - Drahtseilakte! Vincent Marie macht Weine die ganz nahe an der Frucht seiner Weinberge sind. Wundebar bodenständig berichten sie immer ehrlich und unmittelbar von ihrer Herkunft und dem Jahrgang.

 

Sein Wein Fusion stammt aus den Lagen um Volvic von einem jungen und einem sehr alten (über 115 Jahre) Weingarten. Ein Teil der Frucht wird in reiner intrazellulärer Gärung verarbeitet, beim anderen Teil wurden die Trauben mit den Füssen gestampft und ein Anteil ganzer Trauben durfte im vergärenden Most für 3 Wochen mazerieren.

Ausgebaut wird der Fusion zur Hälfte im Plastiktank und zur anderen Hälfte im großen Holzfass. Mein Lieblingswein, der Rockaille Billy ist ebenfalls ein Gamay. Er stammt von alten Reben eines 500m hoch gelegenen Weingarten mit Granitböden. Die ganzen Trauben dürfen hier ebenfalls über 3 Wochen im eigenen Saft schmoren, bevor sie zur Hälfte im Plastik und zur anderen Hälfte im großen Holzfass (2300L) ausgebaut werden.

 

In diesem Jahr gibt es auch einen spannenden petillant naturel (Bullet dans ta tete) in kleiner Menge. Vincent Marie hat die Frucht einiger sehr alter Gamayweingärten auf der Flasche vergoren. High altitude old vine gamay pet nat from granit & basalt soils, a bullet in your head. Killing in the name of...

Aus der Auvergne fahren wir weiter in den Süden! In etwa auf der Höhe von Laguiolle, wo die Famillie Bras ihr kulinarisches Empire aufgebaut hat, keltert Nicolas Carmarans an seinem Haus am See hochelegante, eigenständige Weine aus der wilden Rebsorte Fer Servadou. Hier im Avyeron gibt es mehr Kühe als Menschen - vielleicht hat der ein oder andere bereits von der Rasse Aubrac gehört. Hier grasen diese friedlichen Riesen in unberührter Natur. Ihr aromatisches Fleisch passt hervorragend zu den ursprünglichen Weinen der Region. Diese sind meist sehr kräftig und tanninbetont.

 

Nicolas Carmarans gelingt es der Fer Servadou, die hier in sandigen Granitböden wurzeln, extrem feine und transparente Aromen zu entlocken. Sein "weinigster" Wein ist immer der Mauvais temps (schlechtes Wetter) - der von einem Weingarten mit guter Drainage stammt. Die Alten sagen, hier kann man auch bei schlechtem Wetter den Boden bearbeiten - daher der Name.

 

Der Maximus ist immer nahe an der Frucht gearbeitet und zeigt Transparenz der Aromen. Beide Weine haben einen kühlenden Antrunk - etwas erfrischend, beinahe minziges.

Von den jungen Weinreben am See (siehe Foto) die gleich neben dem Haus wurzeln stammt der rare salzige Chenin blanc Selves. Anscheinend hat Chenin hier eine lange Tradition. Im Jahr 2017 ist es der einzige Wein den wir von Nicolas erwarten können, die anderen Weingärten sind dem Frost zum Opfer gefallen. Es ist also vorrerst die letzte Chance an Weine von Nicolas Carmarans zu kommen. Danach heißt es warten (hoffen & beten) auf den hoffentlich reichhaltigen Jahrgang 2018!

 

Ein Wein der mir besonders am Herzen liegt ist der Fer de Sang von einem alten Weingarten auf Kalksteinböden, von dem Nicolas die Frucht kauft. Dieser Weingarten hat nie chemische Mittel gesehen und die Reben scheinen eine hohe genetische Vielfalt aufzuweisen. Damals hat man sich keine Gedanken darüber gemacht einen Weingarten monoklonal zu pflanzen und auch heute geht man wieder zu mehr genetischer Vielfalt über. Wie dem auch sei, der Fer de Sang hat bei enormer Tiefe und Kraft gleichzeitig viel Eleganz und Zartheit. Etwas das einen großen Wein auszeichnet. Besondere Empfehlung!

Ich habe wieder zwei Genießerpakete geschnürt! Viel Spaß beim entdecken & erschmecken

 

Alexander Zülch

29/10/2017

#91 - Burgund (deMoor & Cadette)

Der zweite Teil meiner Burgund Allokation von der Domaine Alice & Oliver deMoor und von der Domaine de la Cadette sind eingetroffen.  Die kleinen Mengen lassen einem die Tränen in die Augen schießen - natürlich auch da ich weiß, wie gut sich der 2015er Jahrgang bereits jetzt zeigt. 

 

Die Weine wurden in der letzten Woche angeliefert und kommen direkt aus den Kellern der Weingüter. Die weiteren 6 Monate auf der Flasche nach der letzten Lieferung haben den Weinen zusätzlich nochmal richtig gut getan!

 

Von deMoor ist als Einstiegswein besonders der Aligote zu empfehlen - von diesem hat es etwas mehr Menge und es ist ein extrem seriöser Trinkwein. Wirklich viel Ausdruck fürs Geld!

 

Von der Domaine de la Cadette empfehle ich besonders den Chardonnay Les Saulniers mit seiner mineralischen Dimension und den raren Rotwein L'Ermitag der neben Pinot Noir auch einen Anteil der alten Rebsorte Cesar beinhaltet, das verleiht diesem schmelzigen Rotwein zusätzliche maskuline Gestalt!

 

Ich habe diesmal kein Paket geschnürt und bitte euch über die Domaineseiten zu order! First come first serve...

 

 

DOMAINE ALICE & OLIVIER DE MOOR                        DOMAINE DE LA CADETTE

 

Cheers

 

Alex

21/09/2017

#90 - A lost taste (Tenuta Grillo)

On the rising curve
Where the ways of nature will test every nerve,
You won't get anything you don't deserve
Where we were born in time. (Bob Dylan)

Die Familie von Guidio Zampaglione war traditionell dem Getreideanbau verpflichtet. Guido stammt aus der Irpinia, einer Landschaft in der Region Kampanien im Süden Italiens. Seine Mutter hatte hier Weingärten, von denen Wein für die Familie hergstellt wurde. Laut Guidio hat er dort alles gelernt, was er in Zukunft nicht machen wollte. Sein Wunsch war geboren dem Getreide den Rücken zu kehren und hochwertigen Wein herzustellen. Er ging auf die Reise, besuchte unzählige Weingüter und wurde zum schwarzen Schaf (Pecoranera) der Familie.

 

Seine Sicht auf den Wein und sein Zugang zu diesem Kulturgut wurden besonders durch einen Aufenthalt auf dem Weingut La Stoppa geprägt. Hier lernt er den Geschmack gereifter Weine schätzen. Der dortige Kellermeister, Guilio Armani unterstützt Guidio in der Anfangszeit tatkräftig und wird zu einem guten Freund. Die Auswahl der eigenen Weingärten wurde folglich mit dem Fokus auf die Herstellung gereifter Weine getroffen. Alle örtlichen Gegebenheiten sollten dafür eine perfekte Basis bieten.

 

Im Piemont, genauer im Monferrato um die Ortschaft Gamalero fand Guido Zampaglione was er suchte. Die Tenuta Grillo ist ein 30ha umfassendes Anwesen, 17ha davon sind dem Weinbau gewidmet.  Aus 7ha keltert Guido seine Weine, nicht mehr als 20.000 Flaschen pro Jahr. Die restliche Frucht verkauft er an die örtliche Kooperative .

 

Das Klima hier ist trocken und durch das Wechselspiel zwischen der Pianura Padana (Po-Ebene) und dem nahen Apennin geprägt. Es hat heiße Tage und kühle Nächte, die gerade zur Reifezeit die Entwicklung der Trauben beeinflußen. Die Böden in den zwischen 250-300m hoch gelegenen Weingärten setzten sich aus kalkhaltigen Sanden zusammen und besitzen eine ausgezeichnete Drainage. Angebaut werden Barbera, Dolcetto und Freisa, sowie die weiße Cortese-Traube. Es wird biologisch gearbeitet. Ein häufig wehender leichter Wind trägt zur Traubengesundheit bei.  Das Ziel ist, die Reben, die hier bis 6000 Stöcke/Hektar gepflanzt sind, zu einer natürlichen Balance zu führen. Daraus resultieren kleine Trauben mit einem perfektem Verhältnis von Schale zu Saft. Das ist für den Ausbau und die spätere Reife auf der Flasche ein Schlüsselelement.

Der Erntezeitpunkt ist ein weiterer entscheidender Faktor für die Qualität; es werden häufig mehrere Erntedurchgänge gebraucht, um wirklich nur die perfekt gereiften Trauben zu selektionieren. Im Keller werden diese entrappt und mit den natürlichen Hefen vergoren. Die hochfeinen Gerbstoffe sollen langsam und schonend in den Saft gelangen, daher wird die Maische nur zu Beginn der Gärung durch unterstampfen (pigeage) behandelt. Es finden ausgedehnte Mazerationszeiten von 2 bis 3 Monaten statt bevor der frei ablaufende Wein in alten Holzfässern unterschiedlicher Größe (500 - 5000L) überführt wird, wo er für zwei Winter reifen darf. Die Weine werden in den letzten Jahren ohne jegliche Zusatzstoffe hergestellt. Guido scheut sich aber nicht kleine Mengen Schwefel, als einzigsten sinnvollen Zusatzstoff,  zu geben, wenn es der Wein benötigt. Die Füllung findet immer ohne Filtration statt.

Nach der Füllung werden die Weine solange im Keller gelagert, bis Guido entscheidet sie auf den Markt zu bringen. Aktuell die Jahrgänge 2004/2005/2006 und 2010 für den Weißwein. Vielen Weinenthusiasten bleiben die Freuden eines gereiften Weines meistens vorenthalten und der Markt sucht ohnehin ständig den neusten Jahrgang und die bombastischste Frucht. Tertiär- oder Reifearomen bleiben für viele Leute unbekannt oder werden gar abgelehnt - es ist ein verloren gegangener Geschmack. Wir wollen ihn wiederentdecken!

 

Hagebutte, Veilchen, Rosenblätter, Blut, Eisen, Wildkräuter, Rosmarin, Thymian, Süßholz, Waldboden, Laub, Trüffel. Durch die Gärung wird aus dem Traubensaft Wein. Mit der Reifung auf der Flasche entwickeln sich im Wein neue Aromen, Schattierungen und Nuancen, in Italien sfumatura genannt. Dieser Patina im Wein nachzuspüren und hinzuschmecken ist für den geneigten Genießer bereichernd und wunderbar.

Gerade im Herbst, wenn die Sonne noch wärmt, aber die Luft schon kühl und klar ist schmecken mir solche Weine ganz besonders. Wenn im Wald die Steinpilze sprießen, ist ein Risotto nahezu unvermeidlich und vielleicht etwas Rehrücken dazu oder später Fasan. Ich lade euch ein aus dieser Perspektive die Weine der Tenuta Grillo zu erleben, die wirklich herausragende Beispiele für perfekt gereifte Weine darstellen. Entgegen allgemeiner Vermutung können diese Weine an der Luft über mehrere Tage gewinnen und sind es wert in ihrem Werden und Vergehen beobachtet zu werden. Born in time!

 

Genußvolle Grüße

 

Alexander Zülch

31/08/2017

#89 - Radical Rock in Carpeneto

Lidia Carbonetti & Paolo Baretta (rechts) waren schon in ihrem "alten" Leben in Mailand dem guten Essen und Wein zugetan bevor es sie ins Alto Monferrato verschlug. In dieser wunderbaren Region nahe der Stadt Ovada bewirtschaften die beiden radikal organisch, wie sie selbst sagen, die nativen Rebsorten des Piemont und keltern naturnahe, authentische Tropfen voller Energie.

 

Das Klima hier im äußersten Süden der Region ist bereits vom nahen Genua und der Salzigkeit des Mittelmeers beeinflußt, auch wenn man am Horizont noch die Berge des Piemont aufgestellt sieht. Die Böden in den bis zu 300m hoch gelegenen Weinbergen setzten sich aus unterschiedlichen Anteilen von Lehm-Kalkstein zusammen. Die Weine werden rebsortenrein und lagengetreu ausgebaut. Die prinzipiellen Rebsorten sind Dolcetto und Barbera, es hat aber auch eine limitierte Menge der weißen Cortese.

Der moderne, über drei Stockwerke eingerichtete, "ecoresponsable" Weinkeller erlaubt das arbeiten mit Gravitation. Lidia Carbonetti setzt bewußt auf unterschiedliche Behältnisse im Ausbau, wie die traditionellen Botte, aber auch Amphoren und Barriques (gebraucht) werden benutzt. Die Prämisse ist, das der ausdruckstärkste Wein nur durch minimale Intervention herzustellen ist. Das spürt man deutlich in den unterschiedlichen Charakteren ihrer Weine die ich euch wärmstens ans Herz lege. Alto Moneferrato rocks!

24/08/2017

#88 - Domaine Jean Pierre Rietsch

Die Weine von Jean Pierre Rietsch sind seit Beginn von Vins Vivants in meinem Sortiment. Zunächst wurde auf der Domaine zwischen "bio" und "vin nature" unterschieden. Das ist auch noch heute so, nur das die "bio" Linie heute extrem wenig Schwefel erhält und die "nature" Linie überhaupt keinen!

 

Das ist für mich gleichzeitig auch die beste Definition -

"Ein Naturwein ist ein Wein ohne jegliche Zusatzstoffe!" PUNKT.

 

In den letzten (nicht leichten) Jahrgängen hat Jean Pierre nochmal ordentlich an der Qualitätsschraube gedreht, vielleicht auch mehr sich selbst gefunden. Die Domaine wurde bis im letzten Jahr von dem Geschwisterpaar gemeinsam geführt, doch nun hat Jean Pierre Rietsch komplett das Ruder übernommen. Er verliert leider die tolle Lage Brandluft, die somit hier als letzter Jahrgang angeboten wird. (s.u.)

 

Die gute Nachricht ist, dass alle seine Weine an enormer Präzision gewonnen haben!

SO GEHT AVANTGARDE!

 

Jean Pierre erreicht eine Meisterschaft in unterschiedlichen Stilistiken wie Orange/Maischevergorener Wein, im oxidativen Ausbau (Pas a Pas), bei den Cremants (this bird can fly) und bei seinen Pinot Noirs, wo wir hier seinen Wein aus der Lage Stierkopf das erste mal anbieten. Ein genialer Pinot Noir!

 

Das Elsass und seine Produzenten treten immer mehr aus dem schweren Schatten der Vergangenheit - die Domaine Jean Pierre Rietsch ist ein Paradebeispiel dafür!

 

Das Entdeckerpaket enthält einen super Querschnitt durch die Range von Jean Pierre Rietsch. Darunter findet ihr ein paar special wines, die mir besonders am Herzen liegen. Und schließlich mit dem Link kommt ihr zu weiteren Infos über die Domaine Rietsch und noch mehr Weinen. (wir sind schließlich im Elsass ;-)!)

 

Genußvolle Grüße

 

Alexander Zülch

10/08/2017

#87 - Stars of the Veneto

Meine Italienreise führt mich weiter ins Veneto! Letztendlich kümmern mich vorgefasste Meinungen über Regionen oder Rebsorten wenig – sonst würden wir heute nicht über Garganega oder Durella reden oder ich einen Soave ins Angebot nehmen. Ich denke, mit der nötigen Neugier und Aufmerksamkeit findet man Schönheit auch an unerwarteten Orten. Man muss nur richtig hinschmecken. Thats how the light gets in...

 

In diesem Sinne nehme ich aus der Region gleich vier neue Weinbauern in mein Sortiment auf. Angiolino Maule ist der Pate der Naturweinszene in Italien, nicht unumstritten, aber letztendlich seinem eigenen Weg folgend keltert er extrem ehrliche,authentische Weine aus der Rebsorte Garganega von den vulkanischen Böden um Gambellara. Daniele Piccinin, der sich wie kein Zweiter um die authochtone Rebsorte Durella kümmert und zeigt das man mit der nötigen Disziplin auch der unbändigsten Rebsorte gehörige Eleganz beibringen kann. Sauro Maule, der mit jugendlichem Elan und Feingefühl herausragende Weine keltert, die dem berühmten Namensvetter in nichts nach stehen. Im Gegenteil! Und schließlich Filippo Filippi, der aus den höchsten Weingärten des Soave feinziselierte und elegante Tropfen von seinen 3 Cru Lagen keltert. Vier Charakterwinzer und ihre ursprünglich, authentischen und ausdruckstarken Weine.

 

Ich habe wieder zwei Verkostungspakete geschnürt... kommt mit auf die Reise!

 

Genußvolle Grüße

 

Alexander Zülch

03/08/2017

#86 - Kings beneath the mountains

So gebirgig wie sich viele Leute das Jura vorstellen, ist eigentlich eine ganz anderen Weinbauregion - nämlich das SAVOYEN! Die Weinberge des Savoyen gehören sicherlich zu den schönsten und eindrucksvollsten in ganz Frankreich. Es ist eine extrem eigenständige Region, mit eigenen Rebsorten wie Jacquere, Altesse, Mondeuse oder gar der raren Gringet. Zusätzlich verteilen sich etwa 22 Crus und 3 AOCs auf das 2200ha kleine Gebiet - man kann also noch in Subregionen (Ayse; Apremont, Chignin etc.) unterscheiden die völlig unterschiedliche klimatische Gegebenheiten aufweisen. In Ayse ist es beispielsweise relativ kühl und regenreich, während man am Lac de Bourget die Grillen zirpen hört. Auch bei den Böden finden wir diese Vielfalt wieder. Sie setzten sich zum großen Teil aus tonhaltigen Molassen, kalkhaltigem Moränenschutt, kiesigen Sanden und unterschiedlichen Schiefern zusammen. Das Savoyen ist eine wenig bekannte, aber hochspannende Region!

Domaine Jean Yves Peron

Die Weinberge von Jean Yves Peron liegen alle im Süden der Region in der Nähe von Albertville. Sie schmiegen sich wie kleine Gärten an die steilen Hänge und sind teilweise steinalt (120+ Jahre). Man hat den Eindruck die Reben wurzeln direkt im Fels! Jean Yves ist ausgebildeter Oenologe, ein positiv verrückter ausgebildeter Oenologe muss man dazu sagen. Alle seine Weine werden für mehr oder weniger lange Zeit auf der Maische vergoren. Durch die Mikroeträge erhält er bei sehr moderaten Alkoholgradationen daraus Weine, mit enormer mineralischer Dichte. Durch den Verzicht auf jegliche önologische Hilfsmittel, auf Schwefelung und Filtration erhalten wir einen äußerst lebendigen, energiegeladenen Stoff . Das sind keine Weine die man mal ebenso nebenher trinkt oder unbedarft seinen Gästen anbietet. Sie verlangen nach Offenheit, Neugier und Abenteuerlust - zum ausloten der Extreme, by fair means!

Domaine Belluard

Im Norden der Region, in der berühmten Gemeinde Ayse keltert Dominique Belluard von seinen biodynamisch bewirtschafteten Weingärten glazial-pure Weine aus der autochtonen Rebsorte Gringet! Für viele ist "Bellu"  ja schon lange kein Unbekannter mehr. Wir haben das Glück nochmal eine ordentliche Allokation seiner Weine bekommen zu haben. Die letzten Flaschen von unserem Lieblingsschaumwein Les Perles du Mont Blanc aus dem Jahrgang 2013, sowie einige wenige Flaschen des großen Bruders Mont Blanc. Der Mont Blanc ist Dominque Belluards Spitzenschaumwein; er wird 3 Jahre auf der Hefe sur latte gelagert und immer Brut Zero gefüllt. Daneben haben wir ebenfalls die beiden Stillweine "Les Alpes" und den "Le Feu" aus der gleichnamigen Steillage. Hohe Finesse, seidig-noble Textur und ruhig dahingleitender Purismus - auch der nicht einfache Jahrgang 2015 ist Dominque Belluard wieder hervorragend gelungen.

Ich habe zwei Pakete geschnürt! Die Weine können aber auch einzeln über die LINKS zu den Domainen (oder klicken auf die Bilder) erstanden werden.

 

Genußvolle Grüße

 

Alexander Zülch