NEWSLETTER 2026

#247 Champagne Thomas de Marne

Thomas de Marne – endlich wieder da!

 

Es hat etwas gedauert, aber jetzt ist es soweit: Die Champagner von Thomas de Marne kommen wieder auf Lager – und ich freue mich riesig, sie euch erneut anbieten zu dürfen.

 

Wer Thomas' Champagner schon einmal im Glas hatte, weiß, wovon ich spreche. Das sind keine glattgebügelten Aperitif-Champagner, sondern herrlich hedonistische, weinige Flaschen mit Charakter. Champagner, die zuerst Wein sein wollen – mit Saft, Tiefe und Textur – und erst dann perlen.

 

Pinot Noir aus Ville-sur-Arce, gewachsen auf Kimmeridge- und Portlandkalk, biologisch und dynamisch gepflegt, im Holz ausgebaut, ohne Dosage gefüllt. Jeder Schluck erzählt von der Côte des Bar: salzig-kreidig, kraftvoll, ehrlich – und doch voller feiner Nuancen, die sich erst mit der Zeit im Glas zeigen.

 

Die Allokation ist auch dieses Mal klein, aber fein. Wer Thomas noch nicht kennt, dem lege ich das Entdeckerpaket ans Herz – die schönste Art, sich an seine Handschrift heranzutrinken. Wer ihn schon kennt, stellt sich seine Lieblingsflaschen ohnehin selbst zusammen. Eine besondere empfehlung ist der Roséchampagner "Elion" für die sonnigen Tage.

 

 

Einfach mal wieder abschalten und träumen!

 

Feinperlige Grüße

 

 

Alexander Zülch

#246 Domaine Bertin-Delatte (Anjou)

Mal kurz Eimer halten und so tun als hätte man was getan...
Mal kurz Eimer halten und so tun als hätte man was getan...

Mit Geneviève und Nicolas arbeite ich seit den Anfängen von Vins Vivants zusammen – inzwischen über 15 Jahre. Ich habe die Entwicklung der Domaine von Beginn an begleitet, und es ist jedes Mal eine Freude zu sehen, wohin der Weg sie geführt hat: zu charakterstarken, lebendigen Weinen mit ruhiger Präzision. Hier sind die aktuellen Flaschen.

 

Popsec – Pétillant Naturel Endlich wieder da. Ein Pét Nat, den ich ernst nehme: feine, präzise Perlage aus 24 Monaten Reife sur lattes, klar gezeichneter Chenin Blanc, eleganter Schaumwein mit Tiefe.

 

Einzellagen & Charakterweine Jeder Wein hier steht für sich. Unverstellt, lebendig, mit klarer Herkunft – genau das, was ich an dieser Domaine so schätze.

 

Échalier 2023 & 2022

Der Échalier ist über die Jahre so etwas wie eine Hausmarke für Chenin Blanc geworden – viele von euch kennen ihn längst. Der 2023er beginnt sich gerade zu öffnen, noch am Anfang, aber schon jetzt mit viel Freude im Glas. Wer ihn direkt trinken möchte, greift besser zum 2022er: zugänglicher, stimmig, auf den Punkt – und für Neugierige ein perfekter Einstieg, um die Rebsorte kennenzulernen. Der 2023er trägt übrigens ein neues Etikett, gestaltet von einer Erntehelferin. Eine erfrischende Änderung!

 

Die Rotweine – Grolleau Noir & Pineau d'Aunis Genau die richtigen Flaschen für die wärmere Jahreszeit. Leicht gekühlt entfalten beide ihre ganze Stärke: würzig, saftig, animierend. Der Grolleau Noir ist der trinkige unter den beiden – knackig, fruchtbetont, mit feinem Biss. Die Pineau d'Aunis ist die seltenere Schwester, eine fast vergessene Loire-Rebsorte: pfeffrig, kühl, mit dieser typischen Würze, die man nur hier findet. Für mich beides: Sommerrotweine im besten Sinne.

 

Die Highlights

 

Échalier OXY – oxidativer Ausbau Das ist die Rarität dieser Lieferung. Chenin Blanc, 60 Monate oxidativ ausgebaut in gebrauchten Barriques – einen solchen Ausbau macht in der Region praktisch niemand. Kein lauter Wein, sondern einer, der sich langsam entfaltet: komplex, ruhig, mit viel Substanz. Wer Lust auf etwas wirklich Besonderes hat, ist hier richtig.

 

Vingt Neuf – Jahrgangsvertikale Der Spitzenwein der Domaine, aus alten Reben, und für mich einer der außergewöhnlichen Chenins der Region. Er muss den Vergleich mit den berühmteren Nachbarn nicht scheuen – im Gegenteil. Ich biete euch eine kleine Vertikale an: eine seltene Gelegenheit, die Entwicklung dieses Weins über mehrere Jahrgänge hinweg zu erleben.

 

 

Viel Freude mit den Weinen von Bertin-Delatte

 

Alexander Zülch

 

#245 Roussillon (Wild Wild Est!)

Frisch aus Frankreichs wildem Süden: der neue Jahrgang von Clot de Origine ist gelandet – und ich sage es ganz direkt: Marc Barriot hat mit 2023 wahrscheinlich den schönsten Jahrgang seiner Karriere auf die Flasche gebracht. So viel Lebensfreude zum kleinen Preis gibt es selten.

 

Die gesamte Palette spielt auf den Punkt: salzig-tiefe Weißweine, wildwürzige Rote, ein tonisch-floraler Orangewine – und dazu die oxidativen Spezialitäten, die zu den faszinierendsten Geschmackserlebnissen gehören, die der Süden zu bieten hat. Jeder Wein steht in sich, jeder erzählt unverfälscht von seiner Herkunft, jeder macht einfach Spaß.

 


Clot de Origine – Katalanische Originale

Marc Barriot keltert seit bald 25 Jahren auf seiner über die wilden Täler der Pyrenäen verstreuten Domaine. Biologischer Anbau von Anfang an, knorzige alte Rebstöcke auf Schieferböden, kontrolliertes Nichtstun im Keller. Das Ergebnis sind bodenständige, ausdrucksstarke, lebensfrohe Trinkweine par excellence – und 2023 trifft alles zusammen.

 

Mein Highlight: Les Quilles libres blanc (Grenache gris & blanc)

 

Davon habe ich richtig aufgeladen – und ich bleibe dabei: Zu diesem Preis gibt es keinen besseren Weißwein aus dem Roussillon. Punkt. Elegant, tief, mit dieser feinen Salzigkeit am Gaumen, die einen automatisch zum nächsten Schluck greifen lässt. Ein Grenache blanc wie aus dem Bilderbuch – und trotzdem mit ganz eigener Handschrift. Essensbegleiter, Philosophier-Wein, Sommerabend-Wein. Alles gleichzeitig.

 

 

Der Klassiker: Trouble fait (Muscat à petit grain, skin on skin)

 

Für mich weiterhin die Referenz für tonisch-trinkigen Orangewine. Kurze Maischegärung, floral, appetitanregend, nie überzogen. Brillant zu rohem Fisch, Ceviche, Sushi – aber auch solo garantiert zungenschnalzen.

 

Die Roten & der L'Original

  • Soif de Plaisir (Carignan/Syrah): wildwürzig, dunkelfruchtig, mit der feinen Säure kleiner Waldbeeren
  • L'Original: der bäuerlich-ehrliche Macabeu – ernährt im besten Sinne Geist und Körper
  • Les Quilles libres rouge: Grenache noir auf schwarzem Schiefer, fein, in sich ruhend, ein großer Essensbegleiter

Oxidative Spezialitäten – Rancio! 

 

Ein Herzensthema. Die Rancios haben im Roussillon eine lange Tradition – und gehören für mich zu den genialsten Geschmackserlebnissen überhaupt. Marc macht seinen Rancio nach dem Prinzip muté sur grain (wie Banyuls oder Port) aus Grenache gris, blanc und Macabeu. Dann wandert der Wein für weitere 4 Jahre in ein 225L-Fass ins Freie – Wind, Sonne, Regen inklusive. Das Fass saugt die umgebende Natur auf, der Wein auch.

Dazu der 2017 AOC Maury – reinsortiger Grenache noir, muté sur grain, von den ältesten Parzellen auf schwarzem Schiefer.

 

 

Mein Pairing-Tipp: feinstes Jamón Ibérico und ein paar gesalzene Mandeln. Mehr braucht's nicht. Das muss man einmal probiert haben.

 

Domaine La Nouvelle Donne – Wilfried Valat

 

Von Wilfried gibt es diesmal einen einzigen neuen Wein – dafür aber einen, auf den ich mich das ganze Jahr gefreut habe: den 2024er Mustango (Grenache gris & blanc).

 

Wilfrieds Weinberge liegen auf bis zu 350 m in einem Schiefer-Amphitheater nahe Calce, gepeinigt von Hitze, Trockenheit und dem fast 300 Tage im Jahr wehenden Tramontane. Aus dieser heißesten Ecke Frankreichs zaubert er Weine mit einer Klarheit, Präzision und Schneidigkeit, die einen schlicht verblüfft: Südfranzose mit burgundischer Eleganz und Nobelreduktion. Pure, kühle Aromatik, wo man sie am wenigsten erwartet.

 

Maxime: Hacke statt Herbizid, minimale Eingriffe im Keller, kein Dogma. Handwerk | Ästhetik | Vitalität auf den Punkt.

 

Genießerpaket Wil Valat

 

Weil der neue Mustango solo zwar großartig, aber im Kontext seiner Geschwister noch spannender ist, habe ich ein Genießerpaket geschnürt – die beste Gelegenheit, Wilfrieds Stil zu entdecken oder wieder zu entdecken. Verblüffende Frische aus dem heißen Süden – versprochen.

 

Beide Domainen gibt's selbstverständlich auch einzeln in allen Kombinationen.

 

Viel Spaß beim Entdecken, Wiederentdecken und Wiederwiederentdecken.

 

 

Santé!

 

 

Alex

Apr Allokation - Nicolas Jacob

#244 - Weine zu Ostern

Auf schmalen Pfaden in den Süden – ich schreibe euch diesen Newsletter irgendwo zwischen dem Jura und dem Jurançon. Gestärkt durch vorzügliche Gasthausküche und einen langen Spaziergang im kühlen Dunkel der Nacht.

 

Vom Kalkstein des Jura und dem majestätischen Chateau Chalon reise ich ins Jurancon, in die Hügel am Fuß der Pyrenäen. Keller besuchen, Weine verkosten, Geschichten hören. Ihr ahnt es: Die neue Website leidet darunter; aber ich rede ja auch schon 10 Jahre davon sie zu ändern -  was machen da zehn Tage aus.

Was ich euch aber nicht vorenhalten will, sind meine Empfehlungen für euer Osterfest. Denn ob rosa gebratenes Lammkarree oder eine langsam geschmorte Lammschulter – dazu braucht es Weine, die mithalten. Weine mit Dichte und Samt, reifer Frucht, feinen Tanninen und vor allem diesem Zug und dieser Frische, die den nächsten Bissen unwiderstehlich machen.

 

Mir schwebt eine kleine Weinreise durch Frankreich vor – in sechs Gläsern, von den Alpen bis ans Mittelmeer. Jede Station eine andere Region, eine andere Rebsorte, ein anderer Charakter. Alle vereint durch Handwerk, Herkunft und die Überzeugung, dass großer Wein im Weinberg entsteht.

 

Sechs Stationen, sechs Gläser – von den Alpen bis ans Mittelmeer

 Savoyen

2023 Sans Pareil – Domaine Belema /YANN PERNUIT · MONDEUSE & ÉTRAIRE DE LA DHUY

 

Unsere Reise beginnt in den Alpen. Yann Pernuit vereint die würzige Mondeuse mit der fast ausgestorbenen Étraire de la Dhüy – biodynamisch, in Amphoren ausgebaut. Zart, blumig, saftig und trotzdem voller Substanz. Ein Alpenwein, der überrascht.

 

Nördliches Burgund

2022 L’Ermitage – Domaine de la Cadette / VALENTIN MONTANET · VÉZELAY · PINOT NOIR & CÉSAR

 

Weiter nach Vézelay, an den nördlichen Rand Burgunds. Pinot Noir trifft auf den seltenen César – eine Rebsorte, die der Legende nach Julius Caesar selbst hierher brachte. Dunkle Frucht und Struktur vom César, lebendige Eleganz vom Pinot. Handgelesen, ungeschönt, ehrlich.

 

Aveyron

2021 Mauvais Temps – Nicolas Carmarans / IGP AVEYRON · FER SERVADOU & NEGRET DE BANHARS

 

Hinein ins wilde Herz Südfrankreichs. Nicolas Carmarans, ehemaliger Wirt einer legendären Pariser Weinbar, hat verlassene Steillagen-Terrassen wiederbelebt. Fer Servadou und die mythische Negret de Banhars: leicht, kräuterig, erdig, mit knackiger Frucht. Ein unglaublich toller Wein ❤️

 

 

Cahors

2022 Un Cœur Simple – L’Ostal Levant / LOUIS & CHARLOTTE PÉROT · CÔT (MALBEC)

 

Der Wein meines Gastgebers. Alte Côt-Reben hoch über dem Lot, zwölf Tage Mazeration, gereift in einer Kalksteinhöhle. Ein Cahors mit Tiefe und mineralischem Zug, der nichts mit den überextrahierten Vertretern der Region gemein hat. Zum Lammkarree ein Traum.

 

Banyuls

2018 Akoibon – Domaine Yoyo / LAURENCE MANYA-KRIEF · MOURVÈDRE

 

Ans Mittelmeer, auf steile Schieferterrassen, die nur per Hand und Maultier zu bewirtschaften sind. Der 2018er hat jetzt seinen perfekten Moment: dunkle Frucht, Pfeffer, ein Hauch Olive – mediterrane Wärme ohne Schwere. Zur geschmorten Lammschulter großartig.

 

Pic Saint-Loup

2022 Redarès – Château del Ranq LAURE BARTHÉLÉMY & SÉBASTIEN FREYCHET · SYRAH, GRENACHE & CINSAULT

 

Letzte Station: der majestätische Pic Saint-Loup nördlich von Montpellier. Wo früher Lavendel wuchs, stehen heute Reben auf Kalkstein. Kurze Mazeration, kein Holz – ein Pic Saint-Loup, der bei aller südlichen Fülle erstaunlich frisch bleibt. Rote Früchte, Gewürze, mineralische Spannung.

Frohe Ostern

Sechs Gläser, sechs Regionen, eine Reise – du musst dafür nicht ins Auto steigen. Wenn du unsicher bist, welcher Wein am besten zu deinem Osterlamm passt: schreib mir einfach. Genau dafür bin ich da – auch vom Straßenrand aus.

 

Ich wünsche dir ein wundervolles Osterfest mit Menschen, die dir wichtig sind, einem Lamm, das Freude macht, und Weinen, die beides zusammenhalten.

 

Viel Spaß beim Erschmecken & Genießen

 

Alex

MEIN OSTER PAKET

Ein 6er Paket mit wunderbaren Rotweinen zu Ostern!

 

1 x "2022 L'ermitage
1 x "2021 Mauvais Temps IGP Aveyron
1 x "2018er Akoibon
1 x "2022 Une Coeur Simple
1 x "2023 Sans Pareil"
1 x "2022 Redarés

 

140,00 €

31,11 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#243 - Antoine Sanzay (Saumur)

Feb Allokation - Renaud Boyer

Jan Allokation - Domaine A&O de Moor

Jan Allokation - Thomas Batardiere