NEWSLETTER 2021

#129 - A new start...

"The birds they sang
At the break of day
Start again
I heard them say
Don't dwell on what has passed away
Or what is yet to be..." (L.Cohen; Anthem)

 

Zunächst wünsche ich Euch ein frohes, erfolgreiches, aber vor allem gesundes Jahr 2021! Es hat viel Neues auf Lager und eine ganze Reihe fantastischer Tropfen um den Alltag zu zelebrieren, sind gerade auf dem Weg zu uns. Der Fokus der Weinpakete (s.u.) liegt auf feinen Trinkweinen in Rot und Weiß zu fairem Preis.

 

Es ist wirklich schwierig, richtig gute, fair bepreiste und stabile Trinkweine im Naturweinbereich zu finden, die man mit jedem, d.h. auch mit weniger weinverrückten Freunden teilen kann. Da ich seit jeher keine Abstriche in Sachen Qualität mache, grenzt sich die Auswahl hier nochmals scharf ein. Im Zweifel zahle ich auch lieber etwas mehr.

 

Vom Einfachen das Beste, oder wie geht der Spruch ?! Ich honoriere in jedem Fall herausragende Qualität, gutes Handwerk in Weingarten und Keller, Mut zum Risiko (das der Ausbau ohne Zusatzstoffe mit sich bringt) und Wachheit am Gaumen und im Geist.

Die Weinpakete sind als Probepakete gedacht, alle Weine können natürlich auch einzeln geordert werden. (Folgt dazu dem Link zu den Weingütern) Von einzelnen Weinen ist mehr auf Lager, so das man ohne Probleme nachordern kann. Hervorheben möchte ich zwei Weine die mir besonders gefallen:

Den 2019 Masieri bianco von Angiolino und Alessandro Maules Azienda Agricola La Biancara.  Einen reinsortigen Garganega von den Vulkanböden des Veneto. (Mehr Wein von den Maules, auch Raritäten und ältere Jahrgänge im nächsten Newsletter am 21/01/21!) Es gibt wenig Vergleichbares im Naturweinbereich in der Preisliga. Geschmeidig und stringent zugleich. Mineralität, aber auch viel Frucht. Jeder findet sich hier wieder!

 

 

In Rot den genialen Groslot "2019 100% Groslot" der Domaine Les Grandes Vignes. Eine unbekannte, aber entdeckenswerte Rebsorte der Loire. Leicht, aber vollmundig mit einer animierenden Würze. Auch wenn das der "Einstiegswein" der Domaine ist, ist der 100% Groslot meist schnell ausgetrunken. Der Erfolg gibt ihm recht.

 

Daneben geht die Chenin Liebe weiter. Grenzgenial der 2018 Malabé! Aus den alten Weingärten in Bonnezeaux (aus denen normlerweise der Süßwein der Domaine stammt) mit 2018 das erste mal trocken und für zwei Winter ausgebaut bereichert er das Sortiment um einen weiteren Stil dieser wunderbaren Rebsorte. Aus 2018 gehört es mit zum besten was ich aus der Region verkosten durfte.

 

 

Der neue Jahrgang von Thomas Batardier ist endlich da. Die Weine sind aufgrund der geringen Erträge von 15hl/ha konzentrierter als 2018; aber dennoch enorm spannungsgeladen. Besonders der Les Coccus 2019 von den alten Reben (gepflanzt 1950) brilliert für mich; hier hat der Frost kaum zugeschlagen und der Wein ist wunderbar balanciert.

Auf Lager sind außerdem neue Weine der Domaine de la Cadette. Hier besonders der Weißwein 2019 Bourgogne Vezelay "Les Saulnieres" vom alten Salzschmugglerpfad und die Pinot Noirs aus 2018 und 2019 - Bourgogne rouges und Champs Cadette. Beide Jahrgänge empfehlenswert; 2018 momentan besser zu trinken. Ebenfalls neue Champagner von Domaine Bourgeois-Diaz. Seinen Rosé de Saignee ("RS") - duftig, traubig und ausdrucksstarkt. Den Spitzenchampagner Blanc de Blanc ( "B"), sowie seinen Coteaux Champenois als roten Stilwein aus 60% Pinot Meunier und 40% Pinot Noir.

 

Damit wünsche ich Euch einen guten Start ins neue Jahr!

 

Cheers

 

Alex

DIE PAKETE GEHEN AB DEM 19/01/2021 IN DEN VERSAND!

Weißweinpaket

3er Paket mit folgenden Weißweinen:

 

2019 Masieri bianco | La Biancara | Italien

2019 Cuvee weiß | Weingut Andreas Mann | Deutschland

2019 KerMa | Domaine Complementerre | Frankreich

 

35,90 €

15,96 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

Rotweinpaket

Ein 3er Paket mit folgenden Rotweinen:

 

2018 Bourgogne rouge | Domaine de la Cadette | Burgund

2019 100% Grolleau | Domaine Les grandes vignes | Loire

2019 TOUTE ROUGE  1L | Domaine Rietsch | Elsass

 

45,90 €

18,36 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

NEWSLETTER 2020

#128 - XMAS Weinpakete

ausverkauft

#127 - Renaud Boyer (Burgund naturally)

Bodenständiges Burgund. Für mich verkörpert Renaud Boyer dies wie kein Zweiter.  Vollkommen ohne Affekt. In Ruhe fließend wie ein Bachlauf mit quellfrischen Gedanken. Ich habe lange nach solch lebendigen Burgunderweinen gesucht.

 

Renaud Boyers Weinkeller ist im Herzen von Meursault, aber die biodynamisch bewirtschafteten 5 ha Weingärten befinden sich um Beaune, in Saint Romain und in Puligny. Renaud Boyer konnte diese von seinem Onkel in Pacht übernehmen. Dieser hatte bereits seit 1986 biologisch gearbeitet!

 

Seit seinem ersten Jahrgang in 2004 arbeitet Renaud Boyer auch im Keller ohne jegliche Hilfsmittel und komplett ohne Schwefel.

 

Das erfordert Behutsamkeit, Präzision und Feingefühl. Manchmal erfordert es auch Geduld und Demut. Absolute Charakterweine, die sowohl das Burgund als auch die zunehmend langweiliger werdende Diskussion über den vin naturel angenehm transzendieren. Große Gewächse, große Energie!

 

Der Puligny-Montrachet, der mit dem letzten Jahrgang Begeisterungsstürme ausgelöst hat, gärt heuer noch ein wenig... so ist das manchmal. Er wird im laufe des nächstens Frühjahres zu uns kommen. Ansonsten ist der  Jahrgang 2019 nun auf dem Weg und auch die zweite Füllung des genialen Saint Romain blanc von Renaud Boyer aus Jahr  2018 von dem ich noch ein paar Flaschen ergattern konnte.

 

Heute kein Paket, alle Weine können einzeln bestellt werden!

2019 Saint Romain blanc

 

Weinart: Weißwein

Geschmacksrichtung: trocken

Rebsorten: Chardonnay
Terroir : Kalkmergel

Speiseempfehlung: solo

 

"Gelegen in 400m Höhe auf weißen Mergelböden stammen die Trauben hier von einem 80 Jahre alten Weingarten!"

 

39,00 €

52,00 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

2018 Saint Romain blanc 2iem Tirage

 

Weinart: Weißwein

Geschmacksrichtung: trocken

Rebsorten: Chardonnay
Terroir : Kalkmergel

Speiseempfehlung: solo

 

"Mein Favorit! Gelegen in 400m Höhe auf weißen Mergelböden stammen die Trauben hier von einem 80 Jahre alten Weingarten. Die zweite Füllung mit weiteren 6 Monaten Ausbau im gebrauchten Holz."

 

45,00 €

60,00 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

2019 Coteaux Bourgignons rouge

 

Weinart: Rotwein

Geschmacksrichtung: trocken

Rebsorten: Pinot Noir
Terroir : Steinige Lehm-Kalkböden

Speiseempfehlung: solo

 

"Schon beim Auftakt erleben wir die vibrirende Energie, die nur aus lebendige Böden und unverfälschten Ausbau stammen kann."

 

20,00 €

26,67 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

2019 Saint Romain rouge

 

Weinart: Rotwein

Geschmacksrichtung: trocken

Rebsorten: Pinot Noir
Terroir : Liasmergel

Speiseempfehlung: solo

 

"Saint Romain liegt zurückgezogen und höher  (bei etwa 400m) als für das Burgund üblich. Ein kühlerer und wilderer Ort - passend in Szene gesetzt von Renaud Boyer."

39,00 €

52,00 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

2018 Saint Romain rouge

 

Die letzten Flaschen

 

39,00 €

52,00 € / L
  • nur noch begrenzte Anzahl vorhanden
  • 1 bis 2 Tage1

2019 Beaune rouge " Les Prévolles"

 

Weinart: Rotwein

Geschmacksrichtung: trocken

Rebsorten: Pinot Noir
Terroir : Lehm-Kalkböden

Speiseempfehlung: solo

 

"Renaud Boyers großer Pinot Noir, von 50 Jahre alte Reben auf kalkhaltigem Boden, nach Südwesten ausgerichtet. Handverlesen in kleinen Kisten. Grappe entiere für 3 Wochen, Reifung 12 Monate in Fässern auf der Feinhefe."

 

45,00 €

60,00 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#126 - Tennstedt / Rietsch (Northern Lights)

Weingut Jakob Tennstedt

Jakob Tennstedt macht Weine im versteckten Kauterbachtal. Ein vergessenes Seitental der Mosel. Ein freundlicher und ruhiger Mensch, aber mit gehörigem Tiefgang.

 

Hier werden alle Schritte richtig gemacht. Zunächst die Auswahl eines genialen Terroirs. Feine Grauschieferböden, wurzelechte über 100 Jahre alte Reben. Es hat nur einen Nachbarn; keinen geringeren als Martin Müllen. Der Rest ist Wald und Wild. Warum so wenige der "Einheimischen" dieses Potential ergreifen bleibt mir Schleierhaft.

 

Ausbau ohne jegliche Zusatzstoffe in den traditionellen Moselfudern. Neue Fässer wurden fein ausgewählt für die Ewigkeit; die Älteren sind gut erhaltene Unikate aus den 1960er Jahren. Der Wein darf solange reifen, wie er benötigt. Im Allgemeinen über zwei Winter, wie früher, aber in Einzelfällen durchaus auch länger. Dann wird  er ohne Filtration und ohne Schwefel auf die Flasche gebracht.

 

Gehört mit einem Handstreich klar zum Besten was ich aus Deutschland seit langer langer Zeit verkosten durfte. Für mich geht das in die Richtung der Weine eines Stephane Bernaudeau oder ähnlich genialer Tropfen, nur halt durch das Prisma des Rieslings getrunken. Faszination pur.

 

ANGEBOT AUF ANFRAGE

Domaine Rietsch

Über Jean Pierre Rietsch habe ich schon viel geschrieben. Für mich gehört er zu den spannendsten Winzern im Elsass mit einer Meisterschaft in allen erdenklichen Weinstilen. Für die Herbst/Winterzeit 2020 habe ich mich beim Einkauf auf seine Rotweine konzentriert. Mit Ausnahme des genialen 2017er Riesling "Stein" und des tonisch aromatischen und raren Muskateller "Murmure".

 

Hinreißende Pinot Noir mit einem ganz eigenen Stil. Angefangen mit dem lebensfrohen Tout rouge in der Literflasch, mit dem man herrlich den grauen Alltag zelebrieren kann. Der feine 2019er Pinot Noir ein Paradebeispiel für die Rebsorte und der 2019 Pinot Noir "Vieilles Vignes" ein tiefer, dichter und eleganter elsässer Pinot Noir. Getoppt wird das ganze vom 2018er Stierkopf - einem Pinot Unikat von Burgunderklonen.

 

Ich habe also ein Rotweinpaket geschnürt - Alles Rot Alles Rietsch. Natürlich kann jeder Wein auch einzeln eingekauft werden. Folgt dazu dem LINK zur DOMAINE RIETSCH!

Tout Rouge Tout Rietsch

Ein 6er Paket mit folgenden Rotweinen:

 

3 x TOUT ROUGE 1L

1 x 2019 Pinot Noir

1 x 2019 Pinot "vieilles vignes"

1 x 2018 Pinot Noir "Stierkopf"

110,00 €

20,95 € / L
  • verfügbar
  • 1 bis 2 Tage1

#125 - Pedres Blanques (Southern Stars)

 

Das junge japanische Pärchen Rie & Hirofumi Shoji machen nur einen einzigen, dafür aber hocheleganten Rotwein von ihrem Weinberg in den Höhenlagen zwischen Banyuls und Collioure. Pedres Blanques heißt "Weißer Stein" auf katalanisch und steht für den großen Weißen Stein der auf der Spitze des Weinbergs trohnt.

 

Die beiden haben sich in der Weinbauschule im Burgund kennen gelernt. In der Region konnten sie einges an Erfahrung im Weingarten und bei der Vinifikation sammeln. Hiro hat beispielsweise 6 Jahre lang an der Seite von Fred Cossard gearbeitet. Seit 2017 nun sind die beiden in Banyuls. Berühmt für seine atemberaubende, windige und wilde Natur!

 

Ihr Rotwein aus Grenache(s) gekeltert, besitz einen kühlen Antrunk und wartet mit für die Region selten erreichter Frische auf. Das Ziel ist es, einen zarten aber gleichzeitig tiefen und eleganten Wein zu keltern. Mit dem ersten Jahrgang haben die beiden bereits einen sehr weiten Sprung in diese Richtung gemacht. Mit dem zweiten Jahrgang legten sie noch eine Schüppe mehr an Eleganz drauf.

 

 

Im Jahr 2019 haben Rie & Hirofumi etwa 40% ihrer Ernte verloren. Die Qualität der Trauben war aber hervorragend. Der neue Jahrgang wurde im Vergleich zu den Vorjahren doppelt so lang in gebrauchtem Holz ausgebaut, was der Entwicklung der Aromen sehr zu gute gekommen ist. Seriöser und weiniger; aber mit der gleichen sanften Tiefe. Der Wein zeigt mehr innere Ruhe. Hier entsteht ein großer südfranzösischer Wein !

#124 - Alice & Olivier de Moor

Alice & Olivier de Moor ©aaronascough
Alice & Olivier de Moor ©aaronascough

Wein machen. So einfach wie möglich! Das ist das bescheidene Ziel von Alice & Olivier de Moor. Sie wollen vor allem die hohe Qualität ihrer Trauben sprechen lassen. So unverfälscht wie nur irgend möglich, um einen gesunden, einen lebendigen Wein auf die Flasche zu zaubern. Das Handwerk ist zuvorderst unermüdliches arbeiten im Weingarten; und die beiden werken und wirken hier im Chablis bereits seit einem viertel Jahrhundert! (seit 2005 biologisch zertifiziert)

Mit dem Jahrgang 2017 konnte sich die Domaine um 2 ha Premier Cru – Lagen auf knappe 10 ha vergrößern. „Wenn die kleinen Weinbauern kommen und plötzlich in Premier Cru Lagen arbeiten, bekommt die Chablis-Aristokratie langsam Sorgen“ lächelt Olivier de Moor verschmitzt und sichtlich zufrieden. Es ist wahr. Für mich sind die Weine der de Moors soetwas, wie die neue alte Schule des Chablis. Die Aromen sind feingliedrig und die Weine bleiben selbst mit der Konzentration des 2018 Jahrgangs tänzelnd und beinahe leichtfüssig. Der Gaumen ist druckvoll und hat immer einen erhabenen Spannungsbogen mit ordentlich Grip! Etwas vom Besten, dass man aus dem Chablis trinken kann.

Auf Kimmeridge Kalkstein stehen die knorzigen Chardonnay Reben des Mont de Millieu von Morgensonne durchflutet. Teile dieses unter Kennern sehr beliebten etwa 35 ha umfassenden 1er Cru widerstanden dem großen Frost von 1956, dem damals ein Großteil der Reben im Chablis zum Opfer fielen. Daher findet man hier zum Teil sehr alte Rebbestände. Dank eines ständigen leichten Windes, können die Trauben gerade zur Erntezeit perfekt ausreifen. Die Parzelle ist seit einigen Jahren biologisch bewirtschaftet und der Deal ist, dass Alice und Olivier neben ihrem eigenen Wein, den Besitzern  der Parzelle einen Teil der Trauben abtreten. (franz. Méteyage)

Weiter im Norden, direkt im Tal hinter Courgis nahe Poinchy gelegen, befindet sich die zweite Parzelle - der 1er Cru Vau de Vey! Diesen Weingarten konnten Alice & Olivier de Moor komplett übernehmen und haben mit dem ersten Jahrgang angefangen die Reben auf biologischen Anbau umzustellen. Der Boden hat schon mit den ersten zwei Jahren enorm an Vitalität gewonnen. Olivier schimpfte wie ein Rohrspatz, als ich das letzte Mal zu Besuch war. Gerade hatte sein Traktor den Geist aufgegeben. Natürlich Freitags und dann noch am späten Nachmittag!

 Auch wenn man ihr hin und wieder Tribut zollen muss, so ist diese sehr steile Lage (Foto oben Mitte) doch der absolute Stolz der beiden Ausnahmewinzer. Mein Eindruck ist, dass die beiden hieraus in Zukunft ihren vielleicht größten Wein keltern werden. Wenn man die kargen Kimmeridgkalkböden empor kraxelt und ein kühlender Wind einem um die Nase weht, drängt sich das förmlich auf.

Im Keller wird von jeher auf önologische Hilfsmittel verzichtet. Die Weine werden ohne Schönung und Filtration auf die Flasche gebracht. Dabei sind Alice und Olivier de Moor nicht dogmatisch. Sie werden einem Wein mehr Schwefel geben, wenn sie um seine Stabilität fürchten. Sie werden filtrieren, wenn es sich trotz aller Anstrengungen nicht vermeiden lässt. Das Ziel ist es, einen gesunde, lebendigen und langlebigen Wein auf die Flasche zu bringen.

 

Ich werde nicht müde darauf hinzuweisen, dass aus meiner Sicht solche Entscheidungen essentiell sind und für mich die Spreu vom Weizen bei den Winzern trennt. Nicht immer sind diese Entscheidung offensichtlich, und sie werden von guten Winzern niemals leichtfertig getroffen. Die Sensibilität, das Feingespür und die Nerven der Winzer entscheiden.

 

Heute im Angebot: Im 3er More de Moor Packet habe ich neben den beiden neuen 2018er Premier Crus noch eine Flasche 2018 Bourgogne blanc der Vendageurs masqué beigelegt. Lassen Sie gerade die Premier Crus nach dem Kauf noch ein paar Monate ruhen. Angebot limitiert - nur solange der Vorrat reicht. Die Weine können auch einzeln bestellt werden!

 

Es ist eine gute Zeit, jedes Mal wenn eine Flasche de Moor entkorkt wird. Chablis Kalkstein Quintessenz!


#123 - Clement Baraut / Julien Delrieu

Heute geht es wieder an die Loire!

 

Der 2019er Jahrgang von Cheninmönch Clement Baraut ist Anfang der Woche frisch auf Lager eingetroffen. Neben seinen expressiven und puren Weißweinen aus den Lagen im Savenniers hat Clement in diesem Jahrgang ebenfalls herausragende Rotweine gekeltert, die an Zartheit, Würze und Tiefe selten übertroffen werden. Reinsortige Grolleau Noir par excellence von uralten Weingärten.

 

Nach langen Jahren als "Garagenwinzer" konnte Clement im Sommer diesen Jahres endlich in sein eigenes Weingut im Herzen von Bonnezeaux umziehen. Hier konnte er von einem befreundeten Winzerpaar die in den Rundestand gehen die Kellergebäude übernehmen. Als ich zu Besuch kam, war er gerade den ersten Tag eingezogen; daher habe ich auf Fotos verzichtet. Ich war eh voll konzentriert auf sein mehr als gelungenes Sortiment. Alle Weine strahlen brillant - ein Gamechanger!

Ich bin unendlich froh euch heute auch mal wieder ein neues Weingut der Region vorstellen zu dürfen. Befeuert durch eine mehrstündige Blindverkostung bei Stephane Bernaudeau (dessen Weine im Frühjahr 2021 wieder auf Lager kommen!) konnte ich die Weine von Julien Delrieu entdecken.

 

Die Tiefe und Präzision seines  Chenin blanc "Pont Borceau" hatten mich nachhaltig beeindruckt. Ein kurzes Telefonat später saß ich bei Julien Delrieu in der Weinscheune. Er hatte gerade seine 2019er auf die Flasche gebracht. Juliens Story findet ihr HIER.

 

Direkt nach der Füllung hat man noch eine kleine Chance "in einen Wein reinzuschauen" bevor er sich für eine Weile verschließt. Aus einer großen Masse heraus zu einem Individuum zu werden stresst ein wenig. Nach ein paar Wochen normalisiert sich dieser "Füllschock" aber wieder.

 

Schnell war klar, dass ich hier ein ganz außergewöhnlichen, ehrlichen und lebendigen Wein probiere. Wir haben beschlossen nach dem Sommer eine erste kleine Bestellung zu machen. Diese ist jetzt da - ich bin auf euer Feedback gespannt!

 

Viel Spaß beim entdecken und erschmecken.

 

Alexander Zülch

 

P.S. Untenstehend das Entdeckerpaket - lediglich der Spitzenwein LES PETITES COULEES von Clement Baraut aus der Grand Cru Lage La Roche aux Moines ist nicht darin enthalten.

ALLE WEINE KÖNNEN AUCH EINZELN GEKAUFT WERDEN. EINFACH DEN LINKS ZU DEN DOMAINE FOLGEN: DOMAINE JULIEN DELRIEU ; DOMAINE CLEMENT BARAUT

#122 - Domaine Buronfosse (Jura)

Peggy & Jean Pascal Buronfosse ©wineterroirs
Peggy & Jean Pascal Buronfosse ©wineterroirs

Neue Weine der Domaine Buronfosse. Peggy und Jean Pascal begeistern uns mit ihren ehrlich handwerklichen Juraweinen. Sie haben in den letzten, teils sehr fordernden Jahren, ihren ganz eigenen Stil gefunden. Dieser reflektiert für mich ein sehr ursprüngliches Jura ohne Firlefanz und TamTam. Ein Ruhepol in dieser hippen Region, aber nicht weniger gefragt.

Den Weinen wird Zeit zugestanden, trotz finanzieller Engpässe wird schonmal über mehrere Jahre ausgebaut. Der Qualität des Produktes wird absoluter Vorrang eingeräumt. Das ist in unserer schnelllebigen, von scheinbar ausschließlich kapitalistischen Interesse getriebenen Zeit äußerst selten geworden.

Der Jahrgang 2018 war von der Erntemenge nach dem quasi-Totalverlust von 2017 ein wahrer Segen! Doch durch die lange Trockenperiode ohne Regen war die Vergärung der Weine langwierig und fragil. Peggy und Jean Pascal haben also entschieden den Weinen ein wenig mehr Schwefel zu geben als normal. (etwa 20-30mg/L im Vrgl. zu 0-10mg/L) Ein absolut richtiger Schritt, um einen lebendigen Wein herzustellen, der uns lange Freude bereitet.

Mit solchen, teils schwierigen aber wohlüberlegten Entscheidungen trennt sich die Spreu vom Weizen bei den Winzern. Man findet noch zu oft fragile Weine, die auf die Flasche gebracht wurden, lediglich um einer bizarren Idee von Natur zu huldigen. Dabei steht doch beim lebendigen Wein, beim vin vivant, der Mensch ganz klar im Vordergrund. Das Optimum ist es einen Wein ganz ohne Zusatzstoffe stabil auf die Flasche und zum Kunden zu bringen! Das geht nicht in jedem Jahrgang und nicht mit jedem Wein. Jeglicher Dogmatismus steht dabei unserem Hedonismus im Weg und das muss ja nicht sein ;-)

Der Jahrgang 2019 gab eine wunderschöne, aber durch Frühfröste erneut um 30% kleinere Ernte. 2020 tut sich momentan recht vielversprechend an. Also Chapeau Peggy und Jean Pascal Buronfosse und auf viele weitere Jahrgänge ehrlicher, authentischer und hochwertiger Juraweine!!!

DIE WEINE KÖNNEN AUCH EINZELN BESTELLT WERDEN. BITTE DEM LINK FOLGEN!

#121 - Cidrerie Le Vulcain

 

Wenn du Cidre der Extraklasse suchst, geht kein Weg an der Cidrerie du Vulcain und ihrem symphatischen Besitzer Jaques Perritaz vorbei. Im Schweizer Jura, nahe dem Lac de Neuchatel liegen die beindruckend hochgewachsenen Obstbäume der Cidrerie du Vulcain. Aus alten, lokalen Sorten von unbehandelten Apfel-, Birnen- und Quittenbäumen keltert Jaques Perritaz seit 2006 seine mittlerweile weltweit begehrten, außergewöhnlichen Cidre.

 

Das terroir fribourgeois ist eine schützenswerte Kulturlandschaft mit kühlem Klima und unterschiedlichsten Bodenformationen. Beste Voraussetzungen für eine nuancenreiche Aromenentwicklung der hier wachsenden Früchte. Diese werden pur und unverfälscht verarbeitet, mit den natürlichen Hefen vergoren und nur sehr gering, manchmal gar nicht geschwefelt.

ACHTUNG

 

Das ist ein PreOrder - Angebot. Die Weltklasse - Fruchtschaumweine von Jacques Perriatz gehen in der nächsten Woche auf die Reise zu uns und werden frühestens am 19/10/2020 in den Versand gehen. Auf Grund der aktuellen Situation kann es zu Verzögerungen kommen.

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken!

 

Alex

#120 - Domaine Antoine Sanzay (Saumur)

Die Weine von Antoine Sanzay gehören zu den besten der Region, das bestätigt sich bei jedem Besuch von mir erneut. Steigt mit uns gemeinsam in den Tuffsteinkeller unter dem Haus hinab, um den neuen Jahrgang zu verkosten! Allgemeine Informationen über die Domaine findet ihr HIER.

Mit jedem neuen Jahrgang dreht Antoine Sanzay ein bisschen weiter an der Qualitätsschraube. Mit jedem neuen Jahrgang differenziert er seine Weingärten mit Gefühl weiter aus. Mit jedem neuen Jahrgang passt er seine Vinifikation perfekt an die Gegebenheiten des Jahres an. Großartiges Handwerk!

Wir verkosten zunächst die Roten. Schon der Einsteiger Saumur Champigny "Domaine" ist enorm ausdrucksstark. Ein hedonistischer Wein voll reifer dunkler Frucht mit weißem Pfeffer und blauen Blütennoten. Der Wein wird ausschließlich im großen Betontank ausgebaut und behält so wunderbare Frische und Spannung. Das ist ein Paradebeispiel für einen Cabernet franc und ein genialer Rotwein obendrauf!

Mit den Lagenweinen beginnen wir die Charakterstudien des Cabernet franc. Mein Favorit ist der feingliedrige Saumur Champigny "La Haye Dampierre" - immer subtil, still und floral. Die Trauben werden entrappt und die ganzen Beeren vergären für etwa drei Wochen, bevor sie gepresst und im großen Betonei ausgebaut werden. Pures und elegantes Tannin des Cabernet franc.

Der Samur Champigny "Les Salles Martin" ROUGE stammt von den sandigen Böden bei Saint Cyr en Bourg. Haben wir beim Haye Dampierre dunkle Cassisfrucht vorherrschend, zeigt der Les Salles Martin sich elegant mit roter Kirschfrucht und zartem Süßholz. Diese "pinotesquen" Tendenzen werden durch den Ausbau im Keramikgebinde weiter fokussiert. Das wird ein großartiger Wein mit etwas Reife auf der Flasche! Limitiert.

Der Große Saumur Champigny " Les Poyeux" aus der berühmten Lage darf immer ein Jahr länger reifen und ist somit Jahrgang 2017. Antoine hat den Holzeinsatz hier zurückgenommen und der Wein darf sich außerdem noch 6 Monate im großen Betontank affinieren und harmonisieren. Für mich ist 2017 daher der wahrscheinlich beste Poyeux den Antoine bisher auf die Flasche gebracht hat. Er hat die Statur eines großen Weines. Massiv, dunkelfruchtig mit Noten von Kakaobohne. Am Gaumen lang anhaltend mit hochfeinen und ungestört fließenden Tanninen. Herausragend.

Danach probieren wir die Weißweine. Alles reinsortige  Chenin blanc. Sie machen eine vergleichsweise kleine Menge der Produktion aus und sind dementsprechend rar. Der Jahrgang 2018 war eher ein Rotweinjahr; viele Weißweine der Region sind stark konzentriert und haben wenig Säure. Das war auch mein erster Eindruck bei Antoines Weißweinen; aber bei der Nachverkostung muss ich mich hier etwas revidieren. Ich glaube, das die Weine Zeit auf der Flasche brauchen um ihre Konzentration zu harmonisieren. Die guten Anlagen mit feinem Gerbstoff und vibrierender Mineralität stützen die luxuriöse Frucht. Die Schlüssel zum Erfolg waren die Arbeit im Weingarten, der Erntezeitpunkt und ein sensibler Ausbau. Die Weine sind Langstreckenläufer und perfekte Speisenbegleiter.

Der Saumur "Les Salles Martin" BLANC zeigt sich auf Textur mit tropischen Noten und feinen nussigen Anklängen. Ausbau findet im 600L Holzfass von bester Provenance statt. (1/3 neues Holz) Danach darf der Wein sich für mehrere Monate im Edelstahltank harmonisieren. Eine Bressepoularde dürfte ihm als Begleitung gut stehen.

Den Saumur "Les Essarts" findet man nicht so häufig. Nur kleine Mengen dieses großen Chenin blanc von einer neuen Parzelle mit Kalksteinböden. Ganz Frucht und Mineral, verträgt er sich aufs vorzüglichste mit dem blauen bretonischen Hummer, der gerade Saison hat! Mit etwas Reife würde ich diesen Wein aber gerne auch solo über einen Abend genießen. Und mit solo meine ich allein mit mir selbst.

 

ACHTUNG

 

Die Weine der Domaine Antoine Sanzay gehen in der nächsten Woche auf die Reise zu uns und werden frühestens am 15/06/2020 in den Versand gehen. Auf Grund der aktuellen Situation kann es zu Verzögerungen kommen. Das ist nicht nur Corona geschuldet, sondern vor allem eurem massivem Support. Dafür ein großes DANKE SCHÖN. Wir kommen einfach mit dem packen nicht hinterher. Bitte also etwas Geduld, alles wird gut!

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken!

 

Alex

 

#119 - Domaine Rietsch (Elsass)

Jean Pierre Rietsch
Jean Pierre Rietsch ©wineterroirs

Diese Woche sind wir im Elsass, das sich zu einer enorm spannenden Region mit vielen jungen Winzertalenten entwickelt. Dazu bald mehr. Heute sind wir in Mittelbergheim bei der Domaine Rietsch, die ich mittlerweile klar zu den besten Domainen der Region zähle. Jean Pierre Rietsch hat über die letzten Jahre eine Art Meisterschaft in der Weinherstellung erreicht. Das Fundament bildet die Arbeit im Weingarten, die sich auf den Erhalt eines Gleichgewichts zwischen Boden, Pflanze & Klima konzentriert. Neben der biologischen Wirtschaftsweise mit absolutem Verzicht jeglicher synthetischer Produkte im Pflanzenschutz wird besonders der Bodenbearbeitung Aufmerksamkeit geschenkt. Und wenn ich von Bearbeitung spreche, dann meine ich die schonendste und intelligenteste Weise. Einsaten unterschiedlicher Gräser und Kräuter erhöhen die Biodiversität. Der Boden wird nur selten gestört und wenn dann auf "sanfte" Weise im Oberboden mit dem Pferd. Die Natur verrichtet auf wundersame Weise ihr Werk. Wenn man durch die Weingärten von Jean Piere Rietsch schreitet, sprühen sie förmlich vor  Energie und Leben.

Im Keller folgt dann das sensible Nichtstun. Der Zengeist! Die Reduzierung auf das Minimum an nötigen Eingriffen. Eine wache Aufmerksamkeit. So wird jeder Wein ganz individuell, eigenständig und fein. Das ein Winzer die gesamte Klaviatur von Schaumwein, Trinkwein & Terroirwein in weiß und rot bis hin zum maischevergorenen Wein so versteht zu spielen wie Jean Pierre Rietsch ist ganz außergewöhnlich. Jean Pierre ist zu einem der spannendsten Weinbauern im Elsass geworden. Rietsch the top - überzeugt euch selbst!

#118 - Domaine Noella Morantin

Noella Morantin
Noella Morantin vor ihrem neuen Kellergebäude.

Aus Blois kommend genieße ich die kalte Luft des Morgens während ich durch die wildreichen Wälder in Richtung Thésée gleite. Maibock on my mind. Dann tut sich ein weites grünes Tal vor mir auf. Die Landschaft hat etwas bukolisches; das Flüsschen Cher im Vergleich zur majestätischen Loire fließt ruraler und beruhigender. Die Touraine ist eine großartige Region für Ziegenkäse, wie den Selles sur Cher mit seinem Parfüm aromatisch grüner Wiesen und seiner weichen, wollüstigen Textur. Man angelt Hecht und den feinen, scheuen Zander. Begießen tut man das alles mit reichlich Wein.

 

Am frühen Vormittag habe ich ein Rendezvous mit „Lady Sauvignon“. Noella Morantin ist eine leidenschaftliche Winzerin und ich habe das Glück sie seit ihren Anfängen begleiten zu dürfen. Vor ein paar Jahren ist sie von Thésée nach Pouillé auf die andere Seite des Flusses in ihr neues Kellergebäude umgezogen. Mehr Raum zum Arbeiten und ein langer Tuffsteinkeller für den Ausbau und die Lagerung ihrer Weine. (Die Fotos von Noella und ihrem Partner Philipp aus dem Keller stammen von Betrand Celce ©wineterroirs.com) Wir kosten uns durch die Weine des neuen Jahrgangs, der sich vielversprechend antut und danach die Weine von 2018 die schon auf der Flasche reifen konnten. Sie fangen gerade an richtig zu singen!

 

Ein Sauvignon blanc darf grasig aromatischen Charakter haben. Wenn man bei Gras an die Kräuterwiesen denkt, die man hier findet und an das warme, reife Aroma von Heu, das in der Abendsonne in die Scheunen verbracht wird. Wenn er gleichzeitig etwas pulpig-traubig, transparentes am Gaumen aufweist, ist es ein ehrlicher Wein. Die moderne Kellerwirtschaft ist mit der Rebsorte  überambitioniert gewesen. Meist findet man nurmehr Karikaturen des Sauvignon blanc. Es werden die falschen Akzente hoch getunt.

Noella spielt den Sauvignon blanc wie niemand anders. Die Weine sind subtil & edgy zugleich. Ruhiger und ausgeglichener als die Jahre zuvor, aber voller Charakter. Der Pichiaux in 2018 richtig gut gelungen – ist so nah an der Traube wie nur irgend möglich und schon jetzt fantastisch zu trinken. Mein Lieblingswein der Chez Charles trägt bereits mehr mineralische Züge des Bodens in sich und ist heuer reifer mit zarten(!) tropischen Noten. Die Lage liegt weiter unten am Hang und ist wärmer. Diesem Wein tut noch etwas Reife auf der Flasche gut.

 

Für einen großen Sauvignon blanc aus der Touraine kenne ich kein besseres Beispiel als den LBL von Noella Morantin. Wir kosten den 2017er, der gerade jetzt auf den Markt kommt. Hier spielt die Rebsorte letzendlich keine Rolle mehr. Es ist ein leiser und weiter Wein. Die Komplexität kommt ganz klar aus den alten Weingärten und vom Terroir. Nach einer dünnen Auflage von silexreichem Lehm wurzelt die Rebe schnell in Kalkstein. Eine aromatische Rebsorte so zurückhaltend zu spielen ist eine Kunst für sich und Noellas LBL ein großer Wein.

 Wir entzünden den Kamin. Zu Mittag haben wir ein paar wilde Austern und ein Onglet de Boeuf aus dem Feuer mit Chicorée-salat. Zum Fleisch gibt es den Tango Atlantico. Das ist Noellas Rotwein aus Cabernet franc und Côt (Malbec). Vollreif und würzig. Dicht mit iodigen Noten des Cabernet franc und der schwarzen Frucht des Malbecs ist dieser Rote absolut hinreißend. Er verbindet Trinkfluss mit Substanz – was für ein Wein!

 

Noella Morantin keltert charaktervolle und subtile Weine die zu den besten der Region gehören. Seriöse Weine die Freude bereiten. Weine die sich fantastisch solo trinken lassen; aber gerade zu Speisen besonders auftrumpfen. Sei es ein Onglet, ein Rehrücken oder einfach ein paar Austern oder ein herausragender Ziegenkäse. Manchmal liegt das Glück doch einfach so nah...

 

Die Weine von Noella Morantin kommen direkt aus dem Weingut und gehen frühesten ab dem 25/05/2020 in den Versand. Es kommt vereinzelt zu Verzögerungen im Transport aufgrund der aktuellen Situation. Die Mengen sind limitiert.

 

Viel Freude mit dem neuen Jahrgang von Noella Morantin!

 

Alexander Zülch

#117 - Domaine Benoit Courault

Entfesselte Locken, ungezähmter Bart; aus dem wettergegerbten Gesicht schauen dich zwei Augen an; kühl und blau stechend. Es ist immer ein besonderer Moment mit Benoit Courault verkosten zu können. Wenn man auf das kleine Weingut außerhalb von Faye d'Anjou kommt, kann man nicht anders als zu entschleunigen. Man folgt unwillentlich dem Rhythmus dieses sympathischen Winzers, der hier vor mehr als zehn Jahren seine Heimat gefunden hat. Zunächst für mehrere Jahre mit Frau und Kind im Wohnwagen, später im eigenhändig gebauten Haus zwischen den Reben.

 

Chenin blanc, Cabernet franc & Grolleau wurzeln in den vielfältigen Schieferböden des armorikanischen Massivs. Ganze 6 ha werden biologisch bewirtschaftet. Der Fokus ist die Bodenbearbeitung, die Reanimierung des Bodenlebens und die beständige Pflege und der Erhalt seiner sehr alten Weingärten. Die Arbeit zu Pferd erhöht das ganze um eine weitere Dimension. Benoit Courault hat etwas Wildes und Wohlwollendes zugleich – als wenn das lange arbeiten in und mit der Natur ihn in diesen Flowzustand versetzt hätte. Eine nachdenkliche Stille wird kurze Zeit später durch ein tiefes, herzliches und ehrliches Lachen erleichtert.

In den letzten Jahren hat er sich wirklich gefunden. Die fantastische Energie seiner Weingärten transzendiert sich unverfälscht in seinen spannungsgeladenen vitalen Weinen. Kristallin und Pur! Der Ausbau findet für 12-18 Monate im großen Holzfuder statt. Es wird wenig bis gar kein Schwefel eingesetzt. Durch seine Sensibilität, aber vor allem durch konstant hartes, unermüdliches und präzises Werken zählt Benoit Courault heute zu den besten Winzern der Region.

 

Wir bekommen eine kleine Menge des Jahrgangs 2018 frisch aus den Kellern des Weingutes. DIE WEINE WERDEN NÄCHSTE WOCHE VOM WEINGUT ABGEHOLT UND GEHEN AB 25/05/2020 IN DEN VERSAND. Limitierte Mengen.

 

 

#116 - Domaine Bruyere-Houillon

Die im Jahr 2011 aus 0,75 ha Weingärten (Les Tourillons) entstandene Domaine hat zurecht Kultstatus. Adeline & Renaud bewirtschaften mittlerweile 5ha Weingärten in Arbois, Pupillin und Montigny les Arsures nach biodynamischen Prinzipien (nicht zertifiziert). Es werden die typischen Rebsorten des Jura wie Savagnin, Chardonnay, Ploussard & Trousseau angebaut. Renaud glaubt nicht an den Pinot Noir im Jura.

Handlese, manuelles entrappen über ein Holzgitter, Spontanvergärung und Ausbau über mehrere Jahre im (gebrauchten) Holzfass. Die beständige Suche nach höchster Qualität und hohe Sensibilität für die subtileren Energien der Weinbereitung zeichnet die Arbeit der beiden aus.

Von der Rebe bis in die Flasche werden keinerlei Zusatzstoffe eingesetzt - purer Ausdruck der Traube, des Terroirs und des Jahrgangs! Zwischen diesen drei Elementen wirkt die Intuition des Weinmachers harmonisierend. Großartige Weinunikate!

ausverkauft

#115 -  Stéphane hoch zwei! (Bernaudeau & Erissé)

 Domaine Andrée - Stéphane Erissé

Stephane Erissé - Domaine Andrée
Stéphane Erissé (Domaine Andrée) - après l'effort, le réconfort!

Stéphane Erissé hat lange Jahre im Bauwesen gearbeitet bevor er zum Winzer und Weinmacher wurde. Er hat sich seine Sporen unter Cyril Fahl (einem geschätzen Kollegen aus Südfrankreich) und besonders Antoine Foucault (dem Sohn von Charly Foucault, Clos Rougeard) verdient.

 

Er lebt zurückgezogen nahe Saumur,  seine 3,5 ha Weingärten befinden sich zwischen Saint-Cyr-Le-Bourg und Saint Georges-sur-Layon im Anjou. Die Weingärten wurden mit bedacht ausgewählt und bereits vor der Übernahme 25 Jahre biologisch bewirtschaftet. Die Domaine Andrée trägt als Hommage den Namen von Stéphanes Großmutter.

 

Stéphane Erissé arbeitet mit enormer Präzision und einem sehr hohen persönlichen Anspruch. Das spürt man sofort in seinen Weinen. Er ist ein ruhiger, nachdenklicher und tiefer Charakter mit einer gewissen Demut gegenüber der Natur und der Zeit, die ich in vielen herausragenden Weinmachern spüre. Diesem Umstand ist es zu verdanken das Stéphane Erissé bereits mit seinem ersten Jahrgang 2011 ein beachtliche Debüt hingelegt hat.

Seine Weine strahlen noble Zurückhaltung aus; er macht einen der feinsten Grolleau, die ich kenne und zeigt wie man mit Sensibiltät und präziser Arbeit aus einer vermeintlich "kleinen" Rebsorte einen hocheleganten Wein keltern kann. (Der L'envolée kommt später im Jahr!) Seine Cabernet franc zeichnen sich durch sanfte Konzentration und seidige Tiefe aus und dürfen sicherlich zu den besten der Region gezählt werden. Die Weine werden alle entrappt und mit einem großen Anteil ganzer Trauben für bis zu drei Wochen vergoren. Weder Pigeage noch Remontage - sanfte Extraktion ist das Ziel. Die Weine werden im Barrique ausgebaut, von denen immer ein kleiner Teil neues Holz von bester Provenance ist. Sein Chenin blanc, den ich einst bei einer Blindverkostung im Hause Bernaudeau entdecken durfte, hat mich ebenfalls sofort begeistert.

 

Ich bin froh Ihnen heute eine Auswahl seiner Weine anbieten zu können! Die Mengen sind limitiert. Lassen sie sich die Chance nicht entgehen.

 

 

ACHTUNG: DIE WEINE WERDEN IN DER NÄCHSTEN WOCHE BEI DEN WEINGÜTERN VERLADEN UND GEHEN FRÜHESTENS AB 04/05/2020 IN DEN VERSAND! AUFGRUND DER COVID-19 KRISE KANN ES ZU VERZÖGERUNGEN KOMMEN. UM VORKASSE WIRD GEBETEN.

 

AUSVERKAUFT!

Domaine Stéphane Bernaudeau

Stephane Bernaudeau
Stéphane & Isabelle Bernaudeau während einer Verkostung

Stéphane Bernaudeau hat viele Jahre Hand in Hand mit Mark Angeli (einer der großen Biodynamiker der Region) auf der La Ferme de la Sansonièrre gearbeitet. Im Jahr 2000 konnte er eine 1ha große Parzelle hundertjähriger Chenin blanc Reben erstehen. Übernommen hatte er diese von Eric Calcut, einem Weinwanderer von mythischem Ruf. Nach jahrelanger Rekultivierung der Parzelle wurde aus dem "Les Nourissons" ein Wein mit verdientem Kultstatus und der Grund warum ich auf die Domaine aufmerksam wurde.

 

Daneben gibt es eine kleine Parzelle von Chenin blanc auf Kalksteinuntergrund, der Les Terres blanches. Dannach kam eine weitere etwa 2ha große Parzelle hinzu, die Stéphane mit gleichbleibender Passion bewirtschaftet - Les Ongles! Eine Parzelle Cabernet aus dem der einzige Rotwein der Domaine "Les Vrilles" stammte, wurde mittlerweile aufgegeben. "Ich konzentriere mich auf das was ich kann!" war Bernaudeaus Antwort auf meine Frage warum. Er meinte, dass er mehr Sensibilität für den Weißwein und im speziellen für Chenin blanc hat.

 

Insgesamt bewirtschaftet Stéphane Bernaudeau etwa 3,5ha in aufgeklärter biodynamischer Weise und bringt Jahr für Jahr nicht mehr als 5000 Flaschen auf den Markt die sowohl in Frankreich als auch international heiß umkämpft sind.

 

Wie bei jedem großen Weinmacher liegt auch bei Stéphane Bernaudeau der Fokus ganz klar auf der Arbeit im Weingarten. Im Keller wird ein kontrolliertes Nichtstun betrieben. Im Streben nach höchster Qualität kristallisieren sich die richtige Schritte ohnehin nach guter bäuerlicher Manier mit der Zeit und mit jedem weiteren Jahrgang erneut heraus. Die Trauben werden direkt gepresst; über Nacht leicht sedimentiert und dürfen dann in Holzfässern unterschiedlicher Größe spontan vergären. Die Weine werden 12 Monate ausgebaut und ohne Filtration auf die Flasche gebracht.

 

Stéphane Bernaudeau ist ein verschmitzer Zeitgenosse und liebt es mit den Besuchern seines kleinen Weingutes zu spielen. Mit viel Selbstironie und trockenem Humor wird durch die Verkostung geführt. Nachdem alle neuen Weine verkostet wurden, lässt der Patron es sich nicht nehmen auch ältere Gewächse von sich und von geschätzten Kollegen in aufschlussreichen Blindverkostungen anzustellen. Dies kann durchaus schon einmal mehrere Stunden in Anspruch nehmen, Besucher haben meist auch weitere Weine im Gepäck. Kurz, irgendwann am frühen Abend ist man froh, wenn Stéphanes charmante Frau Isabelle mit etwas Andouille und Käse die Verkostung bereichert. Sie kennen Andouille nicht? Beißen Sie mal rein...

 

 

 

ACHTUNG: DIE WEINE WERDEN IN DER NÄCHSTEN WOCHE BEI DEN WEINGÜTERN VERLADEN UND GEHEN FRÜHESTENS AB 04/05/2020 IN DEN VERSAND! AUFGRUND DER COVID-19 KRISE KANN ES ZU VERZÖGERUNGEN KOMMEN. UM VORKASSE WIRD GEBETEN.

 

AUSVERKAUFT!

#114 - Chenin Power

Ich liebe Chenin blanc! Es ist für mich die weiße Rebsorte der Loire schlechthin. Sie kann Weine in einer unglaublichen Bandbreite hervorbringen. Deswegen sage ich oft im Scherz, stellt euch Chenin blanc als nicht-aromatischen Riesling vor. Vom gruseligen Literwein aus dem Supermarkt, bis zum raren und gesuchten Einhornwein ist alles drin.

 

Man findet die Rebsorte in der Touraine mit wunderbaren Beispielen von Silexböden bei Montlouis, aber sie läuft erst richtig  zwischen Angers und Saumur zur Höchstform auf. Bei Saumur hat die Rebe das Glück tief in den weichen Tuffsteinboden eindringen zu können. Bei Anjou trifft sie dann auf das armorikanische Massif und Schiefer. Savennieres am rechten Ufer der Loire direkt hinter Angers besteht aus Aluvialböden und Schiefersanden. An den nach südosten ausgerichteten Terassen von Roche aux Moines innerhalb Savennieres ist der Oberboden sehr flach und die Reben wurzeln fast sofort auf dem Muttergestein. Man findet hier (und vereinzelt auch sonst im Anjou) auch Venen mit Gestein vulkanischen Ursprungs wie Rhyolite und Spilite.

 

Neben der Vielzahl an Bodenformationen und Mikorklimata machen die Menschen hier einen ganz entscheidenden Teil des Terroirs aus. Jeder einzelne der WinzerInnen meiner Selektion ist ein wahrer Kunsthandwerker und erschafft mit Feingefühl Weine die zu den besten der Region zählen. Das "Cheninlernen Paket" ist für jene die sich an die Rebsorte rantrinken möchten oder um FreundeInnen an diese faszinierende Rebsorte ranzuführen. Vom gutbürgerlichen Moyenne du Bord von der Domaine La Grange aux belles, über den bissigen Chenin Mechant von Nicolas Reau bis hin zu meinem longstanding Favorit Chenin blanc dem L'Echalier von Genevieve and Nicolas Bertin-Delatte in Rablay sur Layon. Das ist der Urtyp eines genialen Chenin blanc und unbedingt versuchenswert.

 

In dem Genießerpaket schnüre ich ein paar ausergewöhnliche Chenin blancs für Kenner zusammen, die gerne auch mal abseits von Leroy, Bernaudeau oder Courault etwas entdecken möchten!

 

Viel Spaß beim entdecken & erschmecken

 

Alex

#113 - Pasta Wein Pasta Wein Pasta...

 

Ich habe mir etwas Zeit gelassen bevor ich einen neuen Newsletter schreibe. Zeit zum reflektieren und um die Situation zu evaluieren. Nun ist der Zeitpunkt wo es weitergeht.

Ihr habt Fragen oder Themen um den lebendigen Wein die Ihr schon immer einmal beantwortet haben wolltet. Schreibt sie mir! Ich werde sie sammeln und freue mich diese ausführlich zu beantworten. Zeit ist da ;-)

Und weil es in der Krise auch Zeit zum lachen geben muss empfehle ich euch heute 6 tolle Rotweine zur Pasta. Kill your inner hamster!

Stay healthy, home & hungry for Life!

#111 - Neues aus dem Burgund!

Zwei rare und lebendige Weinperlen aus dem Burgund finden den Zugang zu meinem Sortiment. Ich werde mit diesem Jahrgang anfangen die Domaine de la Cras (Marc Soyard) in den Coteaux de Dijon und die Domaine Renaud Boyer in Meursault zu importieren.

 

Die Weine können unten vorbestellt werden; um Vorkasse (am besten paypal) wird gebeten! Die Auslieferung wird ab Mitte Februar stattfinden. Die Mengen sind limitiert.

 

WICHTIG: Die Allokationen sollen als eigene Bestellung geordert werden. Also getrennt von anderen Weinen die bereits auf Lager sind!

2020 - NORD SÜD (Jura / Roussillon)


Zunächst wünsche ich Euch ein frohes, erfolgreiches, aber vor allem gesundes Jahr 2020!

 

Der Start in die neue Dekade ist Aufbruch und Veränderung, Neugier und Abenteuer. Weiterhin am Puls des Weines sein! Behutsam und bestimmt und in jedem Falle lebendig. Ich kann es kaum erwarten Euch die vielen genialen Neuzugänge vorzustellen, die bereits in der ersten Jahreshälfte in mein neues Lager kommen. Ich denke 2020 wird ein echter Gamechanger und Ihr dürft gespannt sein und euch freuen! Fangen wir also an...

 

Aus dem Süden haben wir neue Weine von Wilfried Valat und seiner Domaine La nouvelle don(n)e! Die Weinberge liegen bis 350 m hoch auf unterschiedlichsten Schieferformationen in einem Amphitheater beim Col de la Donne nahe Calce. Die Rebstöcke werden hier von Hitze, Trockenheit und dem fast 300 Tage im Jahr wehenden Tramontane (Wind aus den Bergen; Gegenspieler ist der feuchte auflandige Marin) gepeinigt.

Caro & Marc Barriot
Caro & Marc Barriot
Wilfried Valat
Wilfried Valat

Für Wilfried Valat gilt die Maxime "Hacke statt Herbizid". Auch im Keller wird auf Zusatzstoffe verzichtet! Dabei ist Wilfried kein Dogmatiker – er setzt kleine Dosen Schwefel ein, wo es nötig ist und filtriert die Weine bei Bedarf sehr sanft. Das passt hervorragend zu meiner Maxime Handwerk | Ästhetik | Vitalität! Wilfrieds Weine bestechen durch pure und präzise Aromatik mit einer im Süden selten erreichten Eleganz.

 

Charaktervolle Weine kommen von Marc Barriots Clot de Origine! Marc hat sich und seinen Stil in den letzten 17 Jahren behutsam entwickelt und perfektioniert. Er hat ein feines Gespür für authentische Gewächse, die auch seine große Lieben für Italien erahnen lassen. Der Trouble fait zum Beispiel ist ein schalenmazerierter Muscat a petit grain der sich in die ursprüngliche mediterrane Tradition der aromatischen Rebsortenweine einreiht; auch wenn heute alle Welt modern vom Orangewine palavert. Zeitlos köstlich!

 

Der Soif de Plaisir, eine Cuvee aus Carignan & Syrah, zeigt sich wildwürzig, dunkelfruchtig mit der feinen Säure kleiner Waldbeeren. Der L'Original mit einer großen Portion Macabeu ernährt im bäuerlichen Sinne Geist und Körper – ein zutiefst ehrlicher Wein. Die Quilles libres in Rot und Weiß, sind die ausgefeiltesten Weine, die Spitze jedes Jahrgangs und das Beste was Marc Barriot jedes Jahr auf die Flasche bringt. Von ausgewählten alten Weingärten auf steinigen Terroirs kommen diese feinen und in sich ruhenden Essenbegleiter.

Einen wahren Meister seines Faches erkennt man an seinem vermeintlich einfachsten Wein. Jean Francois Nicq von der Domaine les Foulards rouges ist einer der Vorreiter für den schwefelfreien Ausbau von Wein in Südfrankreich und hat unzählige Winzer (darunter Größen wie Eric Pfifferling) auf diesem Weg geholfen und begleitet. Bereits im Oktober füllt Jean Francois ausschließlich auf Anfrage(!) einen Primeurwein des aktuellen Jahrgangs.

 

Der 2019er Octobre wird mit ganzen Trauben aus Grenache & Syrah vergoren, ungefiltiert und ungeschwefelt im Oktober auf die Flasche gebracht.Daher der Name! Dieser Wein ist so gut, dass ich es immer eine Schande finde ihn bereits im November, wenn er die Weinbistros in Paris flutet, zu konsumieren. Der Wein ist noch unruhig und wahrlich kaum entwickelt. Er profitiert ganz enorm von etwas Zeit auf der Flasche.

 

Ab jetzt bis Ende des Sommers werden wir enorme Freude daran haben. Es ist ein genialer Wein, um mit Freunden zusammenzukommen, zu kochen, zu quatschen und das Leben zu zelebrieren!

Peggy & Jean Pascal Buronfosse
Peggy & Jean Pascal Buronfosse
Jean Pascal im Varron Weingarten
Jean Pascal im Varron Weingarten

The North remembers!“ Aus dem Jura kamen bereits Ende des Jahre die Weine von der Domaine des Marnes Blanches auf Lager. Ich halte diese für enorm unterbewertet. Irgendwie ähnlich vom Feeling, als ich vor acht Jahren versucht habe Leute dazu zu bewegen einmal die Domaine Labet zu probieren.

 

Neu auf Lager sind die Weine der Domaine Buronfosse. Jean-Pascal und Peggy Buronfosse wurden 2017 sehr hart von den Frühfröste getroffen und haben annähernd ihre gesamte Ernte verloren. Es verlangt mir gehörigen Respekt ab, wenn ich in ihren Weinen schmecke mit welcher Weitsicht die beiden durch diese dunklen Zeiten navigiert haben.

 

Die Weine der Lage Varrons kommen als „late release“ aus dem Jahrgang 2016 nach 3 Jahren(!) Ausbau in gebrauchten Holzfässern auf den Markt. In 2017 wurden aufgrund der geringen Menge alle Savagnin Weingärten zu einem einzigen und einzigartigen Wein gemacht – 2017 Courant d´Air! Mit dem Jahrgang 2018 entspannt sich die Situation und Hoffnung schimmert am Horizont. Der Einsteiger Marcus Terrensus Varro als perfektes Beispiel eines Jura Chardonnay und der von mir lange erwartete Belemnites aus Savagnin und Chardonnay. „There is a crack in everything,...“ singt schon Leonard Cohen, „...thats how the light gets in“!

 

Ebenfalls wieder auf Lager sind die Weine von Julien Marechal und seiner Domaine de la Borde. Ich haben Julien noch nie besucht und sehe ihn nur auf Salons – ein Umstand der sich in diesem Jahr ändern wird. Ich entschuldige mich also, das ich keine Fotos bereithalten kann.

 

Die 5ha Weingärten liegen in der Ortschaft Pupillin gleich neben Overnoy und Bruyere hoch über Arbois gelegen. Spannend der Vergleich der beiden Chardonnays - Terre de Lias (von blauem Liasmergel) und „Le Mercette“ (von rotem Triasmergel). Supreme, der 2017er Foudre a Canon! Ein reinsortiger Savagnin von schiefrigen Böden mit zweijährigem Ausbau im großen Holz.

Julien Marechal (Domaine de la Borde)
Julien Marechal (Domaine de la Borde)
Valentin Morel ©Josh Adler
Valentin Morel ©Josh Adler

Als ich vor einem Jahr die noch jungen Weine des Jahrgangs 2018 von Valentin Morel und seiner Domaine Les pieds sur Terre probiert habe, wusste ich, dass es Zeit wird für die Jura Rotwein Revolution.

 

Alle Welt stürzt sich (und natürlich zu recht!) auf die Weißweine. Dabei bergen auch die Rotweine aus den Rebsorten Poulsard und Trousseau enormes Genußpotential. Dies gilt besonders für einen konzentrierten Jahrgang wie 2018. Feine, saftige Weine mit zarten Aromen und niedrigem Alkoholgehalt. „Transparente Aromatik“ ist das Leitmotiv. Weine die Nahe an der Traube sind und ihre Wahrheit ohne Filter in uns hin einflüstern.

 

Boom, right? Was für ein Auftakt... jetzt seit Ihr dran. Ich habe wieder ein paar Genießerpakete geschnürt. Mit den Links kommt ihr direkt zu den Domainen und könnt die Weine auch einzeln ordern!

 

Genußvolle Grüße

 

Alexander Zülch