Stefan Vetter
Neuweg 2
97753 Gambach
Stefan Vetter bewirtschaftet im Frankenland mittlerweile 5 ha Reben. Er gehört mit Sicherheit zu den außergewöhnlichsten Winzern der Region und hat sich dem vin nature verschrieben.
Seine Weinberge werden ausschließlich händisch bewirtschaftet. Im Keller wird auf alle Zusatzstoffe verzichtet, lediglich bei der Füllung wird eine kleine Menge Schwefel beigegeben. Mit dem konventionellen Bild eines fränkischen Weines hat das erstmal wenig gemein - und doch erarbeitet sich Stefan Vetter sein fränkisches Terroir par excellence!
Es ist ein ursprünglicher und authentischer Rebensaft den Stefan auf die Flasche bringt. Sein Wunsch ist es, seinen Weinen durch minimalistische Arbeitsweise Aromen zu entlocken, die das
feine Terroir seiner Weinberge wiederspiegeln. Dabei hat er das große Glück eine kleine Parzelle alter Reben im Casteller Kirchberg (CK, sein erster eigner Weinberg) und Lagen im Gambacher
Kalbenstein (GK, siehe Foto) zu bewirtschaften.
Der Kalbenstein ist ein ökologisches Kleinod und steht als Weinberg unter Naturschutz - man findet hier Feuersalamander, rare Schmetterlinge und selbst der äußerst seltene Eisvogel hat sich schon blicken lassen.
Der Gambacher Kalbenstein wird zum größten Teil ehrenamtlich am Leben erhalten. Die meisten Winzer im Haupterwerb scheuen die unrentable, händische Arbeit in den steilen Terassenlagen, die seit über 700 Jahren urkundlich dem Weinbau dienen.
Doch Stefan Vetter ist sich sicher aus seinen alten Rebanlagen, die nach geringer Bodenauflage recht bald im Muttergestein wurzeln außergewöhnliche Qualitäten keltern zu können. Jahr für Jahr
können wir erleben wie Stefan seine Weine immer präziser aus dem Buntsandstein und Muschelkalk meißelt. Er ist ein im positiven Sinne Verrückter, und einer der wenigen jungen, deutschen Winzer
die eine echte Avantgarde ausmachen.
Wunderbare Arbeit und sehr empfehlenswert!
