Domaine Labet

Charline und Julien Labet ©Karine Valentin
Charline und Julien Labet ©Karine Valentin

Die Familie Labet gehörte und gehört zu den Vorreitern in der Herstellung qualitativ hochwertiger, handwerklicher Weine. Alain und Josie Labet haben die Domaine in den 70er Jahren auf Grundlage vorhandener Parzellen der Familie auf- und ausgebaut. Schon Vater und Großvater von Alain hatten Weinberge, arbeiteten aber vermehrt in Mischwirtschaft. Der Anteil an alten Reben (über 60 Jahre) ist hier daher verhältnissmäßig hoch. Schon sehr früh wurden die Weine hier den einzelnen Terroirs entsprechend ausgebaut. Es wurde immer handwerklich gearbeitet, mit einem kleinen Ausflug in die konventionelle Bewirtschaftung in den 80er Jahren. Heute sind Alain und Josie im wohl verdienten Ruhestand. Sie haben das Zepter an ihre drei Kinder Julien, Charline und Romain übergeben, die die Domaine behutsam auf die biologische Bewirtschaftung umgestellt haben. Julien und Charline sind beide augebildete Önologen mit Praxiserfahrung im Burgund (Julien hat bei der Domaine Ramonet gearbeitet) und auch in der neuen Welt (Süd Afrika, Chile).

 

Julien, der Älteste der drei Geschwister, konnte seinen Vater überzeugen auf die traditionellen großen Holzfässer zugunsten gebrauchter Burgunderfässer zu verzichten. Heute geht er wieder in die entgegengesetze Richtung - die Domaine wird durch die drei Geschwister gemeinsam geführt! Ich presentiere Ihnen Weine, die die Domaine heute als "die raren Parzellen" (Les parcelles rares) anbietet. Der Fokus liegt hier ganz klar auf dem Verzicht jeglicher Zusatzstoffe (Schwefel inklusive) auf Grundlage einer präzisen, biologischen Wirtschaftsweise. Die übrigen Parzellen der etwa 13 ha großen Domaine sind in der Zertifizierung für den biologischen Anbau, auch wenn sie schon seit einiger Zeit auf diese Weise bearbeitet werden. Verzicht auf Herbizide, Reduzierung von Kupfer zugunsten von Molke, Heilpflanzenauszügen etc., viel Handarbeit im Weingarten - alles gute Vorraussetzungen für grandiose Weine!

 

Die Weine vergären selbstredend spontan und werden allesamt in gebrauchten Burgunderfässern ausgebaut. Es finden keinerlei Korrekturen statt, sei es durch Tannine, Zucker oder Säuren! Im Jura unterscheidet man des weiteren zwischen ouille und non ouille. Letzteres heißt, das die Wein nicht begefüllt werden und so einen (gewünscht) oxidativen Charakter entwickeln. Die Weine der Labets werden alle beigefüllt (ouille), um die subtilen Noten des Terroirs maximal heraus zu arbeiten. Ich biete auch den Vin Jaune der Domaine, sowie den herausragenden Macvin an. Im Jura ein traditioneller Aperitifwein.

 

Die Weine werden nur leicht, meist gar nicht geschwefelt und unfiltriert gefüllt. Sie berichten klar und unverfälscht von ihrer Herkunft und präsentieren sich frei und ohne Schranke. Außergewöhnliche Weinmomente warten auf den Genießer!

 

Auf Anfrage